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Tierheim atmet auf: Weniger Neuzugänge als erwartet

WITTEN Mit dem Ferienende atmen die Mitarbeiter des Tierheims an der Wetterstraße auf: Es hätte schlimmer kommen können.

von von Bianca Belouanas

, 09.08.2008

"Was die Zahl der ausgesetzten Tiere angeht, hat sich das einigermaßen in Grenzen gehalten. Das war schon schlimmer", sagt Tierpflegerin Verena Diel. Dennoch gab es vor allem bei den Kleintieren Zuwachs: ein Wellensittich, sieben Meerschweinchen und rund 15 ausgesetzte Kaninchen - darunter zwei schlappohrige Widder, die in einem Karton neben dem Papiercontainer gefunden wurden - kamen während der Ferienzeit hinzu.Hamster Chip und Chap: Seltene Freundschaft Außerdem die beiden Goldhamster-Männchen Chip und Chap. "Die sind ein Herz und eine Seele", freut sich Verena Diel über die ungewöhnliche Männerfreundschaft der knapp zwei Jahre alten Hamster. "Eigentlich sind das nämlich absolute Einzelgänger", so Diel, doch diese beiden hamstern lieber gemeinsam. Für die letzten ein- bis eineinhalb Lebensjahre suchen die nachtaktiven Tiere neue Besitzer.

Mit ihrem langen Schwänzchen ist Albino-Mausdame Jingles in den Ferien an einer Frau im Freibad Wetter vorbei gehuscht und hat ihr einen kleinen Schrecken eingejagt. Ihr Mann fing das Mäuschen ein, das seitdem im Tierheim fröhlich durch den Futternapf turnt und Körner knabbert.Das Miauen ist deutlich lauter geworden Von den Katzen, die sich ein paar Meter weiter tummeln, ahnt Jingles nichts. Deren Zahl hat sich ebenfalls erhöht. Sogar gleich um ein Vielfaches, denn zwei der Neuankömmlinge waren trächtige Weibchen. Eines davon hat im Alter von einem knappen Jahr zum Ferienbeginn drei Junge zur Welt gebracht. Fünf Wochen sind die zwei Brüder und ihr Schwesterchen jetzt alt. Mit acht bis zwölf Wochen hofft Verena Diel sie an neue Besitzer vermittelt zu haben.

Neben drei dreifarbigen Katzen warten auch ein schwarzweißes Kätzchen und ein kleiner Kater auf ein neues Zuhause. Der Kieferbruch der Katze sowie der Trümmerbruch des linken Katerbeinchens sind so gut wie verheilt, so dass einer Vermittlung nichts mehr im Wege steht.Zwei Nymphensittiche wurden rücksichtslos "entsorgt"

Der Mann, der zu Ferienbeginn noch um die Aufnahmegebühr seiner zwei Nymphensittiche gefeilscht hatte, hat die Tiere tatsächlich im Tierheim "entsorgt", entrüstet sich Diel: "In einem viel zu kleinen, kaputten und total verdreckten Käfig, den wir direkt wegschmeißen konnten". Die Tiere seien zwar nicht handzahm, aber gesund und in einem guten Pflegezustand.

Ein Happy-End hatte dieses Wochenende für die vierjährige Dogge Pluto. Der schwarze Riese ist Freitagabend nach mehrmaligem Besuch endgültig bei seinem neuen Herrchen eingezogen.