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Tierschützer: Tod von Nashorn Sudan wird nichts ändern

Berlin. Vom Tod des letzten Nördlichen Breitmaulnashorns wird keine Signalwirkung ausgehen, glaubt Tier- und Naturschützer Hannes Jaenicke.

Tierschützer: Tod von Nashorn Sudan wird nichts ändern

Ein Parkwächter neben „Sudan“ im Wildtierreservat Ol Pejeta. Sudan war das letzte männliche Nördliche Breitmaulnashorn der Welt. Foto: Str/AP

„Es ist den Leuten völlig egal, ob Tiere aussterben oder nicht“, sagte der 58-jährige Schauspieler und Umweltaktivist der Deutschen Presse-Agentur. Das Nashorn Sudan (49) starb als letzter männlicher Vertreter seiner Spezies jetzt in Kenia.

Bei einigen Afrikanern habe allerdings ein Umdenken stattgefunden. „Ich habe viel mit Rangern zu tun, die wohl wissen, worum es geht“, so Jaenicke weiter. „Aber dem entgegen steht ein wüster Jagd- und Safaritourismus. Dem weißen Mann ist der Artenschutz völlig egal.“

Im Wahlkampf sei das auch kein Thema, in keiner GroKo-Verhandlung, nicht mal bei den Grünen, kritisierte Jaenicke. „Wir hatten bis vor kurzem einen Landwirtschaftsminister, der hieß Schmidt, der den Einsatz von Glyphosat noch einmal um fünf Jahre verlängert hat“, so Jaenicke. „Industrie, Lobbyismus sowie der desinteressierte Endverbraucher schauen tatenlos zu.“

Derzeit dreht Jaenicke, der zuletzt Mitte Januar im ZDF mit der Reportage „Im Einsatz für Nashörner“ Mitte Januar einen Film über das Nashorn Sudan ablieferte, eine Dokumentation über die Geparden und über die heimischen Sing- und Zugvögel. Die Mönchsgrasmücke sei fast nicht mehr vorhanden, selbst Stare oder Spatzen seien gefährdet. Jaenicke: „Aber niemand kümmert es wirklich.“

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