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Tochter vergewaltigt: Über sieben Jahre Haft

Urteil

Ein Vater aus Bochum ist am Donnerstag zu sieben Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Die Richter sind überzeugt, dass der 50-jährige Angeklagte vor rund zehn Jahren seine anfangs 14-jährige Tochter vergewaltigt hat. Er selbst hatte dagegen im Prozess erklärt: „So etwas würde ich nie machen.“

BOCHUM

von Von Jörn Hartwich

, 28.06.2012

Es passierte auf der Couch, im Badezimmer, hinter einer Marienstatue: Laut Urteil ist bewiesen, dass der Angeklagte immer wieder über seine Tochter hergefallen ist. Wenn das Mädchen vor Schmerzen geschrieen habe, soll er ihm den Mund zugehalten haben.

Wenn es Widerworte gab, soll er gesagt haben: „Der Papa darf das.“ Die Vorwürfe gingen nach Überzeugung der Richter hin bis zum ungeschützten Geschlechtsverkehr. Die heute 26-jährige Tochter hatte ihren Vater erst spät angezeigt. Sie hatte zwar immer wieder darüber gesprochen, dass sie von ihrem Vater missbraucht werde, dann aber immer wieder einen Rückzieher gemacht. Der Angeklagte hat die Vorwürfe bestritten.

Während des Plädoyers des Staatsanwalts schüttelte er immer wieder mit dem Kopf. Seine Tochter musste im Prozess extra von Wachtmeistern geschützt werden, weil es im Vorfeld des Verfahrens Drohungen gegeben haben soll. Alle Zuschauer wurden vor dem Saal noch einmal extra auf Waffen untersucht