Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Tod bei illegalem Autorennen: Raser müssen ins Gefängnis

Köln. Eine Studentin stirbt, weil zwei Raser bei einem illegalen Rennen einen Unfall bauen. Die beiden Männer werden zunächst zu Bewährungsstrafen verurteilt - und kommen nun doch noch in Haft.

Tod bei illegalem Autorennen: Raser müssen ins Gefängnis

Gedenken für eine getötete Fahrradfahrerin am Ort des Geschehens. Foto: Henning Kaiser/Archiv

Nach dem Tod einer Radfahrerin bei einem illegalen Autorennen in Köln müssen zwei Raser nun doch ins Gefängnis. Das Kölner Landgericht urteilte am Donnerstag, dass die bereits verhängten Freiheitsstrafen gegen die 24 und 25 Jahre alten Männer nicht zur Bewährung ausgesetzt werden. Eine andere Kammer des Gerichts hatte die Angeklagten zuvor wegen fahrlässiger Tötung zu Bewährungsstrafen von zwei Jahren sowie einem Jahr und neun Monaten verurteilt. Der Bundesgerichtshof (BGH) monierte die Aussetzung zur Bewährung und hob das Urteil teilweise auf.

Die beiden in Deutschland geborenen Türken hatten sich 2015 ein Rennen geliefert. Einer der Fahrer verlor die Kontrolle über seinen Wagen und rammte die 19 Jahre alte Radfahrerin. Die Studentin starb. Der Fall hatte bundesweit für Entsetzen gesorgt.

Bei keinem der Angeklagten lägen besondere Umstände vor, die eine Aussetzung der Strafe zur Bewährung rechtfertigen würden, betonte der Vorsitzende Richter. „Die Angeklagten haben sich für ein illegales Rennen entschieden und so bewusst eine Gefahr geschaffen.“ Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Verteidiger der Angeklagten wollen prüfen, ob sie Revision einlegen.

Zu dem neu aufgerollten Verfahren war es gekommen, weil der BGH die Aussetzung der Strafen zur Bewährung in dem ersten Urteil moniert hatte. Die Richter damals hätten nicht berücksichtigt, wie sich eine solche Entscheidung auf das allgemeine Rechtsempfinden der Bevölkerung auswirken würde. Deshalb musste sich das Kölner Landgericht in dem Revisionsprozess erneut mit der Frage der Bewährung befassen.

Illegale Autorennen hatten in der Vergangenheit häufig Gerichte beschäftigt und zu unterschiedlichen Urteilen geführt. Erst kürzlich hob der BGH das bundesweit erste Mordurteil gegen zwei Berliner Raser auf. Sie hatten bei einem Rennen einen Unfall verursacht, bei dem der Fahrer eines anderen Autos ums Leben kam.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

NRW

Umzug per Kreuzfahrtschiff: Oberstleutnant will Erstattung

Münster. Muss ein Soldat umziehen, hat er ein Anrecht darauf, dass der Staat für die Kosten aufkommt. Doch was ist wenn der Staatsdiener, für den Umzug in ein Kreuzfahrtschiff steigt? Einen Streit darüber muss nun das Oberverwaltungsgericht in Münster klären.mehr...

NRW

Bundespräsident Steinmeier kommt nach Nordrhein-Westfalen

Düsseldorf/Essen/Dortmund. Wie steht es um das duale Ausbildungssystem in Deutschland? Bei einer Rundreise durch sechs Bundesländer haben sich der Bundespräsident und seine Frau informiert. Den Abschluss bildet Nordrhein-Westfalen.mehr...

NRW

Polizei Essen sucht öffentlich nach Gewalttätern

Essen. Nachdem zwei junge Männer in der Essener Innenstadt einer 17-Jährigen eine Glasflasche auf den Kopf geschlagen haben, sucht die Polizei nun mit Fotos und einem Video nach den Tätern. Laut Polizei ereignete sich der Vorfall am vergangenen Freitag - mitten am Tag: Die beiden verfolgten das Mädchen bis zur U-Bahnhaltestelle Viehofer Platz und schlugen ihm laut Polizei „feige und hinterrücks“ die Flasche auf den Kopf.mehr...

NRW

88-Jährige stirbt bei Wohnungsbrand in Paderborn

Paderborn. Eine 88 Jahre alte Frau ist am Donnerstagnachmittag bei einem Wohnungsbrand in der Paderborner Innenstadt ums Leben gekommen. Gegen 15.20 Uhr sei das Feuer in einer Dachgeschosswohnung entdeckt worden, teilte die Polizei am Abend mit. Das Gebäude gehöre zu einem danebenliegenden Altenheim und diene dem betreuten Wohnen von insgesamt zehn Senioren. Während alle anderen Personen das Haus rechtzeitig verlassen konnten, sei für die 88-Jährige Bewohnerin jede Hilfe zu spät gekommen. Die Brandursache blieb zunächst unklar.mehr...

NRW

Familienvater transportiert Marihuana im Kinderwagen

Bonn. Ein junger Familienvater soll in Bonn in einem Kinderwagen Drogen transportiert haben. Der polizeibekannte 28-Jährige war mit seiner Frau und seinen beiden Kindern am Mittwochabend unterwegs, als Polizisten auf ihn aufmerksam wurden. Bei einer Personenkontrolle nahmen die Beamten den typischen Geruch von Marihuana wahr und entdeckten im unteren Kinderwagenfach einen Beutel mit 100 Gramm der Droge, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Bei einer anschließenden Wohnungsdurchsuchung fanden die Beamten weitere zehn Gramm. Der junge Mann wurde zunächst vorläufig festgenommen, mangels Haftgründen kam er dann am Donnerstag wieder frei. Das Jugendamt wurde über den Vorfall informiert.mehr...

NRW

Einigung im Rheinauhafen: Anlegepfähle für Binnenschiffer

Köln. Im Streit um das Festmachverbot im Kölner Rheinauhafen hat es eine Einigung gegeben: Die Binnenschiffer werden an Pfählen, die etwas vor der Kaimauer positioniert sind, anlegen können, teilte die Stadt Köln am Donnerstag mit. Eine Lösung für den Landgang habe man noch nicht gefunden. Bis die Anlegepfähle im innenstadtnahen Rheinauhafen gebaut sind, könnten betroffene Binnenschiffer im Hafen in Köln-Niehl anlegen, erklärte die Stadt.mehr...