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Das Morgen-Update

Tödliche Traktorfahrt, Putin bei Merkel, Protestmarsch

NRW Ein Traktorfahrer steht wegen eines tödlichen Unfalls im Münsterland vor Gericht, Flüchtlinge treffen nach einem Protestmarsch heute vor dem Bundesamt für Migration ein, Julian Assange bekommt Internetverbot und Wladimir Putin besucht Angela Merkel. Hier erfahren Sie, was Sie in der Nacht verpasst haben und was der Tag bringt.

Das Wetter:

Heute zeigt sich der Herbst von seiner unschönen Seite: Nicht golden, sondern grau in grau mit Regen. Ein paar Sonnenminuten werden im Tagesverlauf zwar wahrscheinlicher, aber die Regenwolken behalten die Oberhand. Die Temperaturen steigenauf maximal 11 Grad. Die genaue Wettervorhersage für Ihren Ort finden Sie hier.

Der Verkehr:

Zur interaktiven Abfrage einzelner Autobahnen geht es hier.

 

 

 

Das ist gestern Abend und in der Nacht passiert:

  • Bundesjustizminister Heiko Maas hat Forderungen nach einem zentralen deutschen Gefängnis für mutmaßliche Terroristen zurückgewiesen. „Der Strafvollzug ist nach der Kompetenzordnung des Grundgesetzes Ländersache“, sagte der SPD-Politiker in der aktuellen Ausgabe der „Süddeutschen Zeitung“ Beschuldigte und Verurteilte aus Ermittlungs- und Strafverfahren des Generalbundesanwalts befänden sich deshalb „seit jeher in Justizvollzugsanstalten in ganz Deutschland“. Das habe sich bewährt. Entsprechende Forderungen waren nach dem Suizid des Terrorverdächtigen Dschaber al-Bakr in der Justizvollzugsanstalt Leipzig von Gewerkschaftsseite laut geworden
  • Glückliches Ende einer Geiselnahme: Die Polizei hat am Dienstagabend einen Mann gefasst, der für kurze Zeit zahlreiche Menschen in einem Supermarkt in Brüssel mit einem Messer bedroht und festgehalten hatte. Dies meldete die Nachrichtenagentur Belga. Die Geiselnahme hatte nach den Berichten kurz vor 20.00 Uhr im Brüsseler Stadtteil Forest begonnen. Spezialeinheiten bezogen innerhalb kürzester Zeit in der Nähe Stellung. Bereits etwa eine Viertelstunde später ließ sich der Verdächtige nach einem Bericht des Senders RTL widerstandslos festnehmen.  
  • In Düren kam es am Abend zu tödlichen Schüssen in einem Friseursalon. Laut Polizei soll es sich um eine Beziehungstat gehandelt haben. Spezialkräfte fanden dann in den Räumen zwei schwerverletzte Personen. Der Mann starb später an seinen Verletzungen, die Frau wird weiter in einer Klinik behandelt. 
  •  Seit 2012 lebt Julian Assange in London auf engem Raum in der Botschaft Ecuadors. Die hat den Gründer der Plattform Wikileaks nun vom Internet abgeschnitten, weil die Organisation versuche, Hillary Clinton im US-Wahlkampf zu schaden. Das Asyl gelte aber weiter. „Die Regierung von Ecuador vertritt den Grundsatz der Nichteinmischung in die Angelegenheiten anderer Länder, mischt sich nicht in Wahlprozesse ein und unterstützt keine bestimmten Kandidaten“, teilte das Ministerium am Dienstagabend  mit. 
  • Ein 66 Jahre alter Patient hat am Dienstagabend in der Notaufnahme eines Krefelder Krankenhauses ein Bett in Brand gesetzt und sich dabei schwere Brandverletzungen zugezogen. Wie die Polizei mitteilte, hatte der betrunkene Mann zuvor in einem Geschäft in Krefeld randaliert. Er wurde in ein Zimmer der Notaufnahme gebracht, wo er in einem unbeobachteten Moment mit einem Feuerzeug hantierte. Dabei verursachte er das Feuer. Die Feuerwehr konnte die Flammen schnell löschen. Zwölf andere Patienten mussten untersucht werden, blieben aber nach Erkenntnissen der Polizei unverletzt. Der 66-Jährige wurde in eine Spezialklinik gebracht.
  • Für die rund 55 000 Ärzte an kommunalen Kliniken gibt es mehr Geld. Darauf haben sich die Ärztevertretung Marburger Bund und der Verband der Arbeitgeber VKA in der Nacht zum Mittwoch in Bonn geeinigt. Der Tarifabschluss sieht vor, dass die Gehälter rückwirkend zum 1. September 2016 um 2,3 Prozent steigen, ab 1. September 2017 um weitere 2,0 Prozent und ab 1. Mai 2018 noch einmal um 0,7 Prozent. Die Tarifeinigung gelte bundesweit außer in Berlin und Hamburg für rund 550 kommunale Krankenhäuser.

Das wird heute spannend oder wichtig:

  • Bundeskanzlerin Angela Merkel empfängt heute den russischen Präsident Wladimir Putin in Berlin zu Gesprächen über die Ukraine-Krise und den Syrien-Krieg. Zusammen mit den Staatschefs der Ukraine und Frankreichs, Petro Poroschenko und François Hollande, nimmt Putin an einem Gipfeltreffen zum Friedensprozess in der Ost-Ukraine teil. Merkel und Hollande wollen mit ihm aber auch über die eskalierende Gewalt in Syrien sprechen. Putin war zuletzt 2013 zur Hannover Messe in Deutschland. 
  • Zwei Ausschüsse des Bundestages dringen am Mittwoch auf Klarheit im Fall Dschaber al-Bakr. Auf der Tagesordnung des Rechtsausschusses stehen Berichte des Justizministeriums und der Bundesanwaltschaft. Dabei soll es auch um den Informationsaustausch der Bundesanwaltschaft und den sächsischen Justizbehörden gehen. Im Innenausschuss soll es unter anderem um die mutmaßlichen Anschlagsplanungen Al-Bakrs gehen. Dazu wird ein Bericht der Bundesregierung erwartet. Möglicherweise kommt auch der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, in den Ausschuss.    
  • Nach einem zwölftägigen Protestmarsch von München nach Nürnberg wollen etwa 100 Flüchtlinge vor dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in Nürnberg demonstrieren. Sie fordern ein bedingungsloses Bleiberecht, Arbeitsrecht für alle und den Stopp aller Abschiebungen. Außerdem protestieren sie gegen das bayerische Integrationsgesetz. Initiiert wurde der Marsch über mehr als 200 Kilometer von der Gruppe „Refugee Struggle for Freedom“, die von Flüchtlingen selbst organisiert wird.
  • Die Bundesregierung stellt die Weichen für einen Milliardenpakt mit den Energiekonzernen zur Entsorgung der atomaren Altlasten. Das Kabinett bringt einen Gesetzentwurf auf den Weg, um sich mit den Energiekonzernen Vattenfall, Eon, RWE und EnBW über die Finanzierung des Atomausstiegs abschließend zu verständigen. Mit dem Gesetzespaket wird ein Vorschlag einer unabhängigen Regierungskommission umgesetzt. Danach sollen die vier Stromkonzerne bis zum Jahr 2022 rund 23,5 Milliarden Euro in einen staatlichen Fonds überweisen, der die Zwischen- und Endlagerung von Atommüll managen würde. 
  • Wegen eines schweren Zugunglücks im Münsterland mit zwei Toten und mehreren Verletzten steht ein Traktorfahrer in Münster vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, den Unfall an einem Bahnübergang durch fahrlässiges Verhalten verschuldet zu haben. Im Frühjahr 2015 war eine Regionalbahn gegen einen leeren Gülleanhänger gefahren, der sich beim Überqueren der Gleise von dem Traktor gelöst hatte.
  • Die Europäische RaumfahrtagenturEsa und ihr russischer Partner Roskosmos hoffen auf die erste erfolgreiche Landung einer gemeinsamen Sonde auf dem Mars. Nach sieben Monaten Flugzeit und rund 500 Millionen Kilometern soll am Nachmittag ein Testmodul auf dem Roten Planetenaufsetzen. Das automatisch gesteuerte Manöver gilt als heikel. Die Experten im Kontrollzentrum in Darmstadt haben wegen der rund zehnminütigen Übertragungszeit für Signale durchs All keinen Einfluss auf den Ablauf.  
  • EinProzess um eine Tote in einer Badewanne beginnt in Wuppertal. In dem Indizienprozess sitzt ein 53 Jahre alter Mann wegen Totschlags auf der Anklagebank. Ihm wird vorgeworfen,  im Dezember 2015 eine 23 Jahre alte Nachbarin im Streit erwürgt zu haben.
  •  Die 68. Frankfurter Buchmesse öffnet heute ihre Tore. Mehr als 7000 Aussteller aus rund 100 Ländern sind auf dem weltweit größten Branchentreffen präsent. An den ersten drei Tagen ist die Buchmesse Fachbesuchern vorbehalten. Am Wochenende hat dann auch das allgemeine Lesepublikum Zutritt. Insgesamt rechnen die Organisatoren mit rund 300 000 Besuchern.
  • Mehr als fünf Jahre nach einem mutmaßlichen Kuh-Angriff mit tödlichen Folgen beschäftigt der Fall erneut die Richter. Das Amtsgericht Dillenburg muss klären, ob Kuh „Verona“ für den Tod einer Spaziergängerin verantwortlich ist. Das Rind war im August 2011 bei Greifenstein in Mittelhessen ausgerissen und frei herumgelaufen. In dieser Zeit soll das Tier die Frau angegriffen und tödlich verletzt haben.  Das Oberlandesgericht in Frankfurt ordnete wegen formaler Mängel eine neue Verhandlung an, weswegen die Richter sich nun erneut mit „Verona“ befassen.
  • Am Landgericht Düsseldorf geht der längste dort je geführte Prozess weiter. Seit inzwischen 33 Jahren streiten sich zwei Enkel des Gründers des ARAG-Versicherungskonzerns ums Erbe. Der heutige ARAG-Chef Paul-Otto Faßbender wurde bereits 1983 von seiner Schwester verklagt. Streitpunkt ist das Testament ihres Vaters. Der Fall beschäftigt bereits die 5. Zivilkammer des Landgerichts Düsseldorf. Nun soll ein vor sieben Jahren beauftragter Gutachter zum Wert des umstrittenen Aktienpakets gehört werden.

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Heute vor...

... 138 Jahren verabschiedete der Deutsche Reichstag nach zwei Attentaten auf Kaiser Wilhelm I. das "Gesetz gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie" ("Sozialistengesetz").

Das war in den letzten 24 Stunden unser am häufigsten geklickter Artikel:

Das ist in den sozialen Netzwerken los:

Nochmal Assange, das Internet-Verbot für den Wikileaks-Gründer sorgt auch bei Twitter für Reaktionen:

Ecuador kappt Julian #Assange die Internet-Verbindung. Und auf einmal hat der Wikileaks-Gründer die Webkompetenz von Günther Oettinger.

— Ralf Podszus (@RalfPodszus) 19. Oktober 2016

KARIKATUR: #WikiLeaks platzt förmlich vor #HillaryClinton-Geheimnissen… und lässt Dampf abhttps://t.co/Ga1EYZFx97#Assangepic.twitter.com/QiPNtm9m9p

— Sputnik Deutschland (@de_sputnik) 18. Oktober 2016

Ich bin noch #online. #doktorkohl, #Assange.

— Detlef Reppenhagen (@doktorkohl) 19. Oktober 2016

 

mit Material von dpa

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