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Tolle Stimmung bei Jazz auf der Schwalbe

Riverboat-Party

WITTEN Erfrischendes Vergnügen auf dem Wasser fanden die Gäste der 6. Riverboat-Party. An der Herbeder Schleuse nahm die MS Schwalbe II die Musiker und etwa 90 Passagiere an Bord.

von Von Martin Schreckenschläger

, 01.08.2010
Tolle Stimmung bei Jazz auf der Schwalbe

Das Jazz-Ensemble unterhielt die gut gelaunten Gäste.

Stadtmarketing-Chef Robert Lohkamp freute sich als Veranstalter über strahlendes Wetter, doch blieben er und seine Mitarbeiter im Hintergrund. Dafür begrüßten Barbara Poetzel und Edeltraud Krokowski für die Volksbank Bochum-Witten als Sponsor die Gäste mit einem Glas Sekt. Auf dem Vorschiff postierte sich derweil die Combo, empfing schon an der Gangway die Besucher mit jazzigen Rhythmen. Erstmalig zeichnete Michael Thomas vom Wittener Jazzclub für die Musik an Bord verantwortlich.

Swingender Zigeuner-Jazz, Blues und Klassiker wie ‚Lady, be good‘ sorgten für gute Laune. Beim Ablegen zog das Quartett aufs Achterdeck. Zu ‚Down by the Riverside‘ sank das Schiff zwischen den Schleusenwänden hinab aufs Unterwasser. Vorbei ging es an schäumender Gischt, dem lang gezogenen Bogen des Wehrs, in Richtung Kemnader See. Grasende Schafe, Angler am Ufer, Scharen von Wasservögeln säumten den Weg. Vor den Gebäuden der Zeche Gibraltar sinnierten die Menschen zu ‚Sunny one’s so true‘ über die vergeblichen Versuche des Bergbaus, die Ruhr zu unterqueren.

Mit Kurt Weills Mackie-Messer-Song, Duke Ellingtons ‚Take the A-Train‘, ging es zurück. Segler umrundeten das Schiff, bevor es zum Bossa-Nova ‚Orfeo Negro‘ in die Bucht von Heveney einlief, vorbei am grün-weißen Leuchtturm. Vom Ufer schallte lärmendes Treiben des Hafen- und Seefestes herüber und vor der Kulisse des Freizeitbades drehte die Schwalbe auf der Stelle, rotierte einige Extrarunden, um dann wieder stromaufwärts zu stampfen.

Mit jeder Nummer spielten sich die Musiker auf der Fahrt nach Bommern mehr in die Herzen der Passagiere, bevor der Ausgangspunkt nach vier Stunden wieder erreicht wurde. Der war vielleicht doch etwas abgelegen. Ein Shuttle-Service ab Rathaus hätte womöglich den einen oder anderen Besucher mehr gelockt.