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„Tomb Raider“-Neuauflage mit Alicia Vikander

München. „Indiana Jones“ trifft auf „Da Vinci Code“: So könnte man die Neuauflage von „Tomb Raider“ beschreiben. Eine außergewöhnliche Abenteuerreise führt Lara Croft auf eine mystische Insel. Alicia Vikander überzeugt als Nachfolgerin von Angelina Jolie.

„Tomb Raider“-Neuauflage mit Alicia Vikander

Alicia Vikander als Lara Croft in einer Szene des Films "Tomb Raider". Foto: Ilze Kitshoff

Angelina Jolie hat es vor mehr als 15 Jahren vorgemacht: Als Lara Croft machte sie in „Tomb Raider“ Jagd auf verschollene Schätze und kämpfte gegen finstere Gestalten. Nun kommt eine Neuauflage der legendären Computerspiel-Verfilmung in die Kinos.

In die Fußstapfen von Jolie tritt ein in Deutschland noch eher unbekannter Hollywood-Star: Alicia Vikander (29). Die schwedische Oscar-Preisträgerin („The Danish Girl“) zeigt sich als würdige Nachfolgerin.

„Tomb Raider“ 2018 setzt bei einer jungen und störrischen Lara Croft an, die auf die Vorzüge ihres reichen Elternhauses verzichten will. Stattdessen schlägt sie sich als Fahrradkurierin durch. Ihre Leidenschaft: Kampfsport. Ohne klares Lebensziel streift die junge Frau durch die bunten Trendviertel von London.

Das Verschwinden ihres Vaters (Dominic West) vor sieben Jahren macht ihr immer noch zu schaffen und wirft Lara aus der Bahn. Der exzentrische Abenteurer ist von einer Expedition nicht mehr zurückgekehrt und wurde deshalb für tot erklärt. Damit will sich Lara aber nicht abfinden, sie lehnt das Erbe ihres Vaters ab und will das Rätsel um seinen angeblichen Tod lösen.

In seinem Nachlass sucht sie nach Antworten und findet eine Karte, die sie zu seinem letzten Zielort führt: einem Grabmal auf einer Insel vor der japanischen Küste. Ein Ort, auf dem ein dunkles Geheimnis lastet und nach dem nicht nur sie sucht.

Craft muss sich gegen Kontrahenten behaupten, die es auch auf die Grabstätte abgesehen haben und dabei unzählige Unwägbarkeiten meistern. Dabei hilft ihr nicht nur ihr Mut, sondern auch ihr Verstand. Und trotzdem kommt sie oft genug an ihre Grenzen - im Gegensatz zu Jolie, die in ihren zwei „Tomb Raider“-Verfilmungen aus den Jahren 2001 und 2003 als übermenschliche Superheldin inszeniert wurde. Vikanders eher moderne Darstellung der Videospielheldin dagegen ist auch gezeichnet von Zweifeln und Schwächen - was sie zu einer durchaus besseren Identifikationsfigur macht.

Auch optisch hat sich Lara Croft in der Neuauflage verändert. Die Croft-typischen kurzen Hosen, das grüne Tanktop und die zwei Pistolen um die Oberschenkel sind passé. Craft kämpft nun mit Pfeil und Bogen gegen ihre Feinde. Verlassene Grabstätten erkundet sie in vernünftiger Outdoor-Kleidung statt in hautengen Klamotten.

Während Jolie in „Tomb Raider“ eher auf ihren Körper reduziert wurde, geht es bei Vikander mehr ums Können. Jolie sei als erste Frau „in dieser Männerdomäne aufgetaucht und wurde natürlich simplifiziert - von der Zeit, von den Zuschauern, weil sie eben so sehr von der Norm abwich“, kommentierte die Nachfolgerin in einem Interview der „Welt am Sonntag“.

Noch vor den Filmen feierten die Computerspiele mit Lara Croft seit Mitte der 90er Jahre weltweit enorme Erfolge. Schnell entwickelte sich die attraktive Actionheldin zu einer Kultfigur. Im englischen Derby, wo Craft ihren Erfindern zufolge das Licht der Welt erblickt hat, wurde sogar eine Straße nach ihr benannt: der „Lara Croft Way“.

Inszeniert wurde die Neuverfilmung des Videospielklassikers vom eher unbekannten norwegischen Regisseur Roar Uthaug („The Wave - Die Todeswelle“). Die großen Hollywood-Stars sind in der ganzen Produktion nicht wirklich zu finden - was dem Film nicht schadet. Im Gegensatz zu den Figuren lässt die Handlung an der einen oder anderen Stelle zu wünschen übrig. Zu viele glückliche Zufälle sorgen dafür, dass Lara nicht erschlagen, erschossen oder aufgespießt wird. Eine Fortsetzung scheint nicht ausgeschlossen.

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