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Townsend: Bochum ist 2010 ganz weit oben dabei

BOCHUM Kulturdezernent Michael Townsend ist ein viel beschäftigter Mann. Die Kulturhauptstadt 2010 fordert allen Einsatz.

von von Ronny von Wangenheim

, 22.08.2008
Townsend: Bochum ist 2010 ganz weit oben dabei

<p>Hat viel zu tun: Michael Townsend.</p>

 Kritik, wie sie die CDU kürzlich 500 Tage vor dem 1.1. 2010 an den Vorbereitungen geübt hat, lässt er nicht gelten. "Wenn wir alle Projekte realisieren, sind wir 2010 ganz oben dabei", ist Townsend sicher. Wobei damit nicht gemeint ist, dass alle Pläne, beispielsweise das Viktoria Quartier betreffend, 2010 vollendet sein müssen. Nachhaltigkeit, eines der großen Kriterien der Ruhr.2010 GmbH beweist sich eben gerade, wenn Bochums Kultur auch nach 2010 weiter wächst. "2010 ist Startpunkt eines Prozesses", betont Townsend.

Kulturausschuss

Bochumer Großprojekte, Infrastrukturprojekte wie das Viktoria Quartier und temporäre Projekte, dazu das Thema Marketing - auf allen Ebenen laufen die Vorbereitungen. Beispielsweise die Twin-Projekte werden im nächsten Kulturausschuss am 9. September Entscheidungen der Politiker erfordern.

Die lokalen Projekte können erst Anfang Oktober angegangen werden, wenn die Ruhr.2010 GmbH die letzten Entscheidungen getroffen hat, welche der Anträge sie ins Kulturhauptstadt-Programm aufnehmen will. Bis November soll dann die Struktur für die temporären Projekte, also für die einzelnen Veranstaltungen 2010 stehen.

Marienkirche Ein zentrales Thema ist die Marienkirche. "Wir wollen im Herbst den Architekturwettbewerb ausschreiben", sagt Townsend. Zuvor muss ein Nutzungskonzept mit einem genauen Raumprogramm verabschiedet werden. Bekanntlich hofft Sibylle Broll-Pape mit ihrem prinz regent theater in die Marienkirche ziehen zu können.

Phantasie entzündet

Die Pläne für das ViktoriaQuartier treffen überall auf Zustimmung. "Sie passen zum gesamten Lebensgefühl unserer Stadt", weiß Townsend um die gigantischen Chancen, die sich ergeben: "Wir haben eine Phantasie entzündet". Natürlich weiß er um die immensen Kosten, die allein durch den Betrieb von Marienkirche, Konzerthaus und zusätzlich auch Jahrhunderthalle jährlich auf die Stadt zu kämen. "Wir müssen sehen, was wir uns leisten können - und dann müssen wir es uns auch leisten", fordert der Dezernent.