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Traditionsbier wird künftig auf Stahlwerksgelände gebraut

Dortmund. Vor mehr als 200 Jahren wurde die Bergmann Brauerei eröffnet. Nach der Schließung in den 70er Jahren ist die Traditionsmarke wiederbelebt worden und hat jetzt ihre Heimat auf einem ehemaligen Stahlwerksgelände gefunden.

Traditionsbier wird künftig auf Stahlwerksgelände gebraut

Geschäftsführer Thomas Raphael zapft in der Brauerei ein frisches DBB-Bier. Foto: Bernd Thissen

Die einstige europäische Bierhauptstadt Dortmund hat einen neuen Brauereistandort erhalten. Die 2005 reaktivierte Traditionsmarke Bergmann Bier hat auf dem ehemaligen Phoenix-Stahlwerksgelände am Freitag einen Neubau eingeweiht. Dort sollen jährlich 5000 Hektoliter Bier gebraut werden. Damit gibt es in Dortmund neben der zur Radeberger-Gruppe (Oetker) zählenden DAB-Brauerei einen zweiten, nach außen hin sichtbaren Braustandort.

Zur Blütezeit lag der Bierausstoß in den 70er Jahren bei 7,5 Millionen Hektolitern, so viel wie in keiner anderen europäischen Biermetropole. Der Pro-Kopf-Biergenuss lag damals bei 150 Litern pro Jahr. In den Jahrzehnten danach setzte eine Konzentration ein. Die Actien Brauerei (DAB) im Dortmunder Norden ist der letzte große Standort. Dort werden noch bekannte Marken wie „Union“, „Hansa“, „Kronen“ oder „Actien“ gebraut.

Die Bergmann Brauerei wurde vor über 200 Jahren in Dortmund-Rahm gegründet und zählte 100 Jahre später zu den Dutzenden Brauereien in Dortmund. Nach dem Ersten Weltkrieg blieben acht Standorte übrig. Anfang der 70er Jahre übernahm Union-Ritter die Bergmann-Marke und stellte sie ein. Union-Ritter ging später in die Hände der DAB über. Die Bergmann-Rechte gingen 2005 an einen Privatmann. Zunächst wurde außerhalb in kleinen Brauereien gebraut. 2010 entstand am Hafen ein erster eigener Betrieb, der schnell zu klein wurde.

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