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Traditionsreich, treu und teuer - Mercedes SL als Gebrauchter

Berlin (dpa/tmn) Der SL von Mercedes gehört zu den Automobilklassikern. Vor 60 Jahren beginnt die Geschichte des Mercedes-Roadsters mit ersten Erfolgen auf internationalen Rennstrecken. Mittlerweile ist die sechste Generation des Serienfahrzeugs auf den Straßen.

Traditionsreich, treu und teuer - Mercedes SL als Gebrauchter

Der Mercedes SL macht seinen Besitzern laut dem ADAC kaum Ärger. Das Bild zeigt die zwischen 2001 und Anfang 2012 angebotene fünfte Baureihe R 230. Foto: Daimler

Der Einstiegspreis des Autos liegt derzeit bei 93 534 Euro. «Wie in dieser Preisklasse zu erwarten, macht der SL seinen Besitzern wenig Ärger», urteilt der ADAC über die Zuverlässigkeit des Sportwagens. In der Pannenstatistik des Automobilclubs kommt der SL vergleichsweise selten vor, doch ganz ohne Einträge ist auch er nicht. Auffällig waren ab 2001 entladene Batterien, und auch defekte Kurbelwellensensoren bei Exemplaren des Baujahres 2006 schränken die Zuverlässigkeit des SL ein. Hinzu kommen gelegentliche Probleme mit der vollautomatischen Verdeckmechanik. Rückrufe gab es 1995 wegen Fehlfunktionen der Feststellbremse, 1997 wegen des Bremsassistenten, 1998 wegen der Sensormatte des Beifahrersitzes und zuletzt 2001 wegen des Airbag-Zündgeräts.

Die Geschichte des SL beginnt mit den Siegen des 300 SL Rennsportwagens bei Rennen im Jahr 1952. Der erste 300 SL (W 198 I) mit Straßenzulassung kommt zwei Jahre später auf den Markt. Im Frühjahr 1963 debütiert der Baureihe W 113, ein Roadster, der wegen der charakteristischen, nach innen gewölbten Form seines Hardtops bald Pagode genannt wird. Von 1971 bis 1989 wird die nicht minder bekannte Baureihe 107 hergestellt. Die Baureihe R 230, der erste SL-Roadster mit Stahlklappdach, erscheint im Sommer 2001, 2006 führt Mercedes eine Modellpflege durch. Seit Ende März steht mit der Baureihe R 231 der neue SL bei den Händlern.

Die Motoren gebrauchter Exemplare der ab 2001 gebauten fünften Generation decken eine große Leistungsspanne ab. Sie reicht von den 170 kW/231 PS des kleinsten V6-Benziners bis zu 450 kW/612 PS in der Zwölfzylinder-Variante vom Werkstuner AMG. Das Mittelfeld markiert ein Achtzylinder mit 285 kW/387 PS.

Die Preise für einen gebrauchten SL der Baureihe R 230 beginnen bei rund 23 400 Euro. Dafür findet man in der Preissammlung von Schwacke den SL 500 von 2001 mit 225 kW/306 PS starkem V8-Motor. Ein solches Fahrzeug hat im Schnitt rund 105 750 Kilometer auf dem Tacho. Etwa 45 250 Euro werden für einen jüngerer SL 350 7G-Tronic mit 232 kW/315 PS starkem Sechszylinder fällig, der rund 42 750 Kilometer hinter sich hat. Für den V12-Leistungsprimus SL 65 AMG Speedshift von 2010 müssen noch etwa 139 600 Euro bezahlt werden - bei einer von Schwacke ermittelten Durchschnittslaufleistung von 24 100 Kilometern. Zum Vergleich: Der ab September verfügbare neue SL 65 AMG mit 463 kW/630 PS wird als Neuwagen mindestens 236 334 Euro kosten.

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