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Tragischer Abiball-Unfall wird geprüft

Sturz von Terrasse

Der tragische Unfall der beiden Abiturienten des Schiller-Gymnasiums war am Montag an allen Schulen Gesprächsthema. Den beiden Verunglückten schlägt großes Mitgefühl entgegen. Auch die Hagener Staatsanwaltschaft wird sich nun routinemäßig mit dem Unfall befassen müssen.

WITTEN/HAGEN

von Von Susanne Linka

, 25.06.2012

Der 21-jährige Abiturient liegt mit schweren Kopfverletzungen in einem Hagener Krankenhaus, seine 19-jährige Mitschülerin mit Knochenbrüchen in einem anderen. Wie wir berichteten, waren die jungen Wittener gegen 2.30 Uhr über das Geländer der Dachterrasse der Hagener Stadthalle sechs Meter in die Tiefe gestürzt. Offenbar hatte der 21-Jährige die 19-Jährige zuvor aufs Geländer gehoben und mit ihr geplaudert. „Wenn das so stimmt, müssen wir die rechtliche Relevanz prüfen. In diesem Fall würde das den Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung betreffen“, erklärte Oberstaatsanwalt Hans-Werner Münker am Montag.Durch die Tatsache, dass beide schwer verletzt wurden und das zu vermutende Einverständnis der jungen Frau relativiere sich dieser Vorwurf natürlich. Es sei die Frage, ob er überhaupt trägt. Ob die beiden alkoholisiert waren, spiele in diesem Zusammenhang auch eine Rolle. Strafrechtlich, so Münker, sehe er insgesamt eher keine Relevanz. Doch ähnlich wie bei Unfällen im Straßenverkehr müsse die Staatsanwaltschaft das tragische Geschehen prüfen.

Die Polizei wird nun abwarten, bis die beiden jungen Menschen wieder vernehmungsfähig sind. "Wir gehen jedoch von einem Unglücksfall aus", erklärte ein Polizeisprecher am Dienstagmorgen.