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Transfergesellschaft für Opelaner gegründet

Stellenabbau

BOCHUM 1800 Arbeitsplätze sollen bei Opel in Bochum abgebaut werden, 654 davon noch in diesem Jahr. Deshalb gibt es nun die RAG Bildung Transfer GmbH. Eine Transfergesellschaft, gegründet von der RAG Bildung GmbH. Das Ziel: Vermitteln, nicht verwahren.

von Von Lisa Seiler

, 03.08.2010
Transfergesellschaft für Opelaner gegründet

Transfergesellschaft. Rainer Einenkel weiß, welche Ängste und Assoziationen dieses sperrige Wort auslösen kann. „Das darf keine Verwahrgesellschaft werden“, betont der Chef des Bochumer Opel-Betriebsrats gleich zu Beginn, ohne dass man danach gefragt hätte. „Unser Ziel ist es, möglichst zügig und gut möglichst viele Betroffene in neue Beschäftigungen zu bringen“, sagt der stellvertretende Vorsitzende der Geschäftsführung bei der RAG Bildung GmbH, Hermann Oecking.

Es ist die erste Transfergesellschaft, die sein Unternehmen gründet. Oecking sieht es gut dafür gerüstet. Die RAG Bildung GmbH verfüge über langjährige Erfahrungen im Kerngeschäft von Transfergesellschaften, also beim Profiling, der Qualifizierung und der Vermittlung von Mitarbeitern, unterstreicht er. Gemeinsam mit der Adam Opel GmbH betreibt das Unternehmen das Ausbildungs- und Trainingscenter von Opel in Bochum. Anfang 2009 wurde hierzu die RAG Bildung Opel GmbH gegründet. Auch Rainer Einenkel verweist auf die bestehende Partnerschaft und sagt, er hoffe, dass mit Hilfe der neuen Transfergesellschaft viele gut qualifiziert und vermittelt werden könnten.

Losgehen soll es damit am 1. September. Dann beginnt die erste von mehreren organisatorisch eigenständigen Einheiten der Gesellschaft mit der Arbeit. Drei weitere folgen nach Angaben von Hermann Oecking am 1. Oktober, am 1. November und am 1. Dezember. Der Personalabbau bei Opel soll möglichst schrittweise erfolgen. Und freiwillig. Wer von sich aus seinen Arbeitsplatz aufgibt und in die Transfergesellschaft wechselt, erhält eine Abfindung. Wie hoch die ausfällt, wird sicher eine der Fragen sein, die die Mitarbeiter bei den Infoveranstaltungen stellen werden, die in knapp zwei Wochen auf dem Opel-Gelände beginnen. Sollte es am Ende nicht genügend Opelaner geben, die zu einem Wechsel in die Transfergesellschaft bereit sind, „dann werden wir uns mit der Geschäftsführung streiten müssen“, sagt Rainer Einenkel. Betriebsbedingte Kündigungen kommen für ihn nicht in Frage.