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Trauerspiel auf dem Waldfriedhof in Großholthausen

GROßHOLTHAUSEN Zu wenig finanzielle Mittel, zu wenig Personal, zu wenig Chancen, etwas zu verbessern. Die Mitarbeiter der "Friedhöfe Dortmund" sind nicht zu beneiden. Zumal sie immer als erstes den schwarzen Peter zugeschoben bekommen, falls auf den 32 städtischen Friedhöfen etwas nicht stimmt.

13.08.2008

In Großholthausen, an der Kruckeler Straße, ist dies der Fall. Denn der Zustand des mehrere hundert Jahre alten Friedhofs ist, vorsichtig ausgedrückt, erbärmlich.

Die alte Trauerhalle gammelt vor sich hin. Seit Beginn des Jahres ist das Gebäude nicht mehr zugänglich, "es soll so bald wie möglich zurückgebaut werden", sagt Uli Heynen (Friedhöfe Dortmund), der sich zusammen mit Thomas Rosenbaum (Friedhöfe Dortmund) gestern den Fragen zahlreicher besorgter Bürger stellte.Verwaltung und Bürger wollen gemeinsam nach einer Lösung suchen

"Schon seit einiger Zeit mehren sich die Beschwerden", sagt Barbara Menzebach, Vorsitzende der Ortsunion Löttringhausen, Kruckel und Persebeck. "Es ist an der Zeit, dass sich Verwaltung und Bürger austauschen und gemeinsam nach einer Lösung für den Zustand des Friedhofes suchen."

Es ging sehr emotional zur Sache. Man merkte, wie sensibel die Bürger auf das Thema Friedhof reagieren. Unzufriedenheit und Unverständnis über die mit Moos und Gras überwucherten Wege, über die vielen ungepflegten Grabstätten und das kniehohe Unkraut in den Randbereichen.

"Der Zustand verschlechtert sich von Jahr zu Jahr", so Annette Rank, die hier die Grabstätte ihrer Angehörigen pflegt. Und auch Wilfried Moll, der über 40 Jahre als Friedhofsgärtner in Großholthausen zuständig war, ist entsetzt über den Zustand seines Friedhofs. Ältere Besucher fürchten die rutschigen Wege "Es tut schon weh zu sehen, wie hier alles verkommt." Vor allem ältere Besucher hätten schon Angst, die rutschigen Wege zu betreten, weiß Moll. Seit eine Firma mit der Pflege beauftragt sei, ginge es bergab. "Wir wissen um das Problem", so Heynen. Lösen kann es die Verwaltung nicht.

Die parkähnliche Fläche sei zu pflegeintensiv, das Moos auf den Wegen und die wuchernden Randbereiche mit dem zur Verfügung stehendem Personal nicht in den Griff zu bekommen. Rosenbaum: "Wir tun, was wir können." Aber der Baumbestand, der das Gräberfeld wie ein grünes Dach abdeckt, fördere das Pflanzenwachstum. "Wir bauen einige Wege zurück, machen den Hauptweg schmaler und denken über einen besonderen Rasenbelag nach", sagt Heynen.

Am Ende blieb den Bürgern lediglich die Erkenntnis, ein gutes Gespräch geführt zu haben. Nicht mehr aber auch nicht weniger.

  

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