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Trickbetrüger und Knebelverträge machten Verbrauchern das Leben schwer

Jahresbericht der Verbraucherzentrale

Der Anbieterwechsel beim Telefon zieht sich über Wochen. Undurchsichtige Verträge belasten finanziell. Und wie war das noch gleich mit diesem neuen Pfändungskonto? Die Verbraucherzentrale hatte auch 2011 viel zu tun und stellte dieses Tun nun mit ihrem Jahresbericht vor.

BOCHUM

von Von Tim Stobbe

, 06.06.2012
Trickbetrüger und Knebelverträge machten Verbrauchern das Leben schwer

Die beiden neuen Gesichter der Abfall- und Umweltberatung des Verbraucherschutzes Bochum: Manuela Weber (l.) und Uta Wippermann-Wegener.

Die komplexen Anforderungen der modernen Gesellschaft stellen Verbraucher täglich vor Herausforderungen. Mehr als 25 000 Menschen ließen sich 2011 beraten. Der mit Abstand größte Beratungsbedarf bestand im Bereich Telekommunikation und Internet. „Das ist aber nicht neu“, erklärte Andrea Thume, Leiterin der Verbraucherzentrale.

„Telefon, Mobilfunkverträge und Anbieterwechsel sind ein gleichbleibend schwieriges Thema.“ Ein großer Punkt war für Thume und ihre Kollegen die miesen Machenschaften um Gewinnspielverträge. Bevorzugt Senioren wurden in den vergangenen Jahren vermehrt Gewinnspiele untergeschoben, die in unberechtigten Kontoabbuchungen mündeten. „Oft ließen die Betreiber Formsachen wie eine Widerrufsbelehrung vermissen. Da konnten wir dann eingreifen“, so Thume. „Aber oftmals hindern Schamgefühle die Betroffenen daran, sich überhaupt an die Polizei zu wenden.“ Aufklärung und Prävention wurden daher in Kooperation mit der Polizei gefördert.

Viele Fragen und Probleme warf ebenfalls das neue Pfändungsschutzkonto auf, das seit 1. Januar 2012 der einzige Schutz vor Pfändung des Kontos ist. „Denn so unbürokratisch wie beworben gestaltete sich die Beantragung von Freibeträgen für Familien nicht“, sagte Schuldnerberaterin Mirja Thürnau. Auch einige Kreditinstitute haben trotz gesetzlicher Regelungen versucht, noch Profite mit dem neuen Konto zu machen. In Bochum verlief die Umstellung jedoch weitestgehend glimpflich. Quasi gleichzeitig stellten sich auch die beiden neuen Gesichter der Abfall- und Umweltberatung vor. Manuela Weber und Uta Wippermann-Wegener nehmen sich künftig aller Fragen und Sorgen in Sachen Energierecht, Umwelt und Entsorgung an. Natürlich werden sie auch Bildungsaktionen wie „Rudi räumt auf“ weiterführen. Denn nachhaltiges Denken und Umweltbewusstsein müssten schon im Kindesalter gefördert werden.