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Trickdiebinnen lassen Seniorin ohne Geld zurück

Finanzielle Hilfe nötig

Mal wieder zeigt sich, wie rücksichtslos Kriminelle die eingeschränkte Wehrfähigkeit älterer Menschen ausnutzen: Nur noch sieben Euro blieben der Wittenerin Margarethe Kupka (87) übrig, nachdem sie von zwei Trickdiebinnen zu Hause beklaut wurde. Die Polizei schaltete daher den "Weissen Ring" zur finanziellen Hilfe ein.

WITTEN

von Ruhr Nachrichten

, 08.06.2012
Trickdiebinnen lassen Seniorin ohne Geld zurück

Hauptkommissar Klaus Frommberger kümmerte sich um das Schicksal von Margarethe Kupka und rief Manuela Prinz vom Weissen Ring.

Arglos saß die ältere Dame nach einem Arztbesuch in einem Café. Hier wurde sie von zwei Frauen mit südländischem Aussehen in ein Gespräch verwickelt. Diese lasen von einem Rezept ihre Adresse ab und drangen am Folgetag mit der Begründung, dringend zur Toilette zu müssen, in die Wohnung der 87-Jährigen ein. Dort lenkten sie Margarethe Kupka geschickt ab und entwendeten ihre Ersparnisse - ca. 500 Euro, die die Wittenerin in einer Kaffeekanne versteckt hatte. Die Trickdiebinnen hinterließen ein verzweifeltes Opfer. Noch heute klagt Frau Kupka über Schlafstörungen und ist deshalb in ärztlicher Behandlung.Unbürokratische Hilfe

Der Bezirksdienstbeamte Klaus Frommberger (58) erfuhr im Rahmen der Opferbetreuung von der Situation. In einem Gespräch erklärte Frau Kupka, dass sie über kein Vermögen verfüge und infolge der Tat nun mit sieben Euro bis zum Ende des Monats auskommen müsse. Schnelle und vor allem unbürokratische Hilfe war von Nöten, so dass Hauptkommissar Frommberger sich mit dem "Weissen Ring", dem gemeinnützigen Verein zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern und zur Verhütung von Straftaten, in Verbindung setzte. Einen Tag später überreichte Manuela Prinz, ehrenamtliche Mitarbeiterin im "Weissen Ring", der Seniorin einen Scheck in Höhe von 200 Euro. Dafür bedankte sich die Rentnerin mit Tränen in den Augen, konnte sie nun wieder die notwendigen Dinge des täglichen Lebens einkaufen.Einfache Regeln beachten

Die Polizei warnt nochmal eindringlich vor Trickbetrügern. Folgende Tipps sollte man unbedingt beachten: Seien sie misstrauisch und beraten sie sich mit Familienangehörigen, Freunden und Nachbarn. Kaufen und unterschreiben sie nichts an der Haustür. Halten sie ein Telefon an der Haustür in greifbarer Nähe und wählen sie sofort die "110", den Notruf ihrer Polizei. Lassen sie keine Fremden in die Wohnung. Geben sie kein Geld an Personen, an die sie nicht kennen. Teilen sie niemand Ihre Kontonummer und Geheimzahl mit.