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Trinkhallen im Revier feiern sich wieder selbst

Budenzauber im Revier: Fast 200 Trinkhallen im Ruhrgebiet zeigen Ende August, dass sie mehr drauf haben als süße Tüte, Bier oder H-Milch. Mit Budenkultur wollen die Touristiker auch für die Region werben.

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Duisburg

, 10.07.2018
Trinkhallen im Revier feiern sich wieder selbst

Eine Kundin steht vor einem Kiosk in Dortmund. Foto: Marcus Simaitis/Archiv

Beim Fußballquiz gewinnen, Vereinshymnen mitsingen oder Super 8-Filme gucken: Beim zweiten Tag der Trinkhallen im Ruhrgebiet am 25. August stellen erneut 50 Büdchen ein gesponsertes Kulturprogramm auf die Beine. In fünf verschiedenen Sparten wie etwa Kleinkunst, Fußball oder Musik feiern sie von 15 bis 22 Uhr die Budenkultur des Ruhrgebiets. Weitere knapp 150 Buden beteiligen sich mit eigenen Programmen an dem Event, das 2016 zum ersten Mal veranstaltet wurde. Für Fahrradfahrer, die mehr als eine Bude besuchen wolle, bietet der Fahrradclub ADFC geführte Budentouren an.

Erstmals gibt es fünf „Filmbuden“, wie der Veranstalter Ruhr Tourismus am Dienstag mitteilte. An ihnen werden Ausschnitte aus Familienfilmen von Bürgern gezeigt. Sie waren zuvor im Rahmen eines Projekts „Schmelztiegel Ruhrgebiet - Alltag schreibt Geschichte“ eingereicht worden. Für den Tag der Trinkhallen wurden sie zu den Themen Feiern, Familie, Kino oder „In die Ferne“ zusammengestellt.

„Die Bude um die Ecke hat im Ruhrgebiet eine große Bedeutung. Sie ist für viele Menschen ein Stück Heimat“, sagte der stellvertretende Regionaldirektor Markus Schlüter laut der Mitteilung. Mit dem Tag der Trinkhallen feiere man die Bude als „Begegnungsort der Kulturen“.

Die Büdchen kamen in Ballungsräumen während der Industrialisierung Mitte des 19. Jahrhunderts in Mode. Unternehmer versuchten die Arbeiter an den Trinkhallen mit Mineralwasser zu versorgen, um den Alkoholkonsum einzudämmen.

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