Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Tropensturm wütet über Vietnam, China und Indien

Hamburg (dpa) Bei starken Regenfällen und den darauffolgenden Überschwemmungen und Erdrutschen sind in den vergangenen Tagen in Vietnam, China und Indien etwa 180 Menschen ums Leben gekommen.

/
Vietnamesen beten für die Opfer des Tropensturms «Kammuri», der Fluten und Erdrutsche verursacht hat.

Im Dorf Tung Chin trauern Angehörige um die Flutopfer.

Brückeneinstürze haben in Vietnam zahlreiche Straßen unpassierbar gemacht.

Eine Vietnamesin trauert um ertrunkene Verwandte.

Chinesische Soldaten suchen nach einem Erdrutsch nach Verschütteten.

Machtlos wirken diese chinesischen Katastrophenhelfer inmitten der Fluten.

Allein in Vietnam starben mehr als 100 Menschen, im benachbarten China waren es 20, teilten die Behörden mit. Im südindischen Bundesstaat Andhra Pradesh war die Zahl der Todesopfer bereits am Sonntag auf mehr als 50 gestiegen. Zahlreiche Bewohner der betroffenen Regionen wurden noch vermisst. «Es gibt aber keine Hoffnung, die Vermissten noch lebend aus dem Schlamm zu bergen», sagte ein Sprecher der vietnamesischen Katastrophenbehörde.

Tropensturm «Kammuri» hatte am Freitag heftige Regenfälle ausgelöst, die in neun vietnamesischen Provinzen Überflutungen und Erdrutsche verursachten. Mehr als 4200 Häuser wurden zerstört oder beschädigt und tausende Hektar Getreidefelder vernichtet. Der Gesamtschaden wird auf 43 Millionen Dollar (rund 29 Millionen Euro) geschätzt. Erst am Montag hörte es auf zu regnen. In Vietnam haben in diesem Jahr bereits mindestens 129 Menschen durch Unwetter ihr Leben verloren.

Bei den seit Donnerstag im Südwesten Chinas tobenden Unwettern kamen bislang mindestens 20 Menschen ums Leben, zehn wurden am Montag noch vermisst. Besonders schwer wüteten die Stürme in der Provinz Yunnan. Dort waren etwa 820 000 Menschen betroffen, 2400 mussten sich vor den Wassermassen in Sicherheit bringen und ihre Häuser verlassen. Etwa 470 Wohnhäuser stürzten ein, tausende andere wurde beschädigt. Die Behörden schätzen den wirtschaftlichen Schaden auf etwa 43,5 Millionen Dollar (knapp 29 Millionen Euro). Vor allem zahlreiche Ernten seien zerstört.

Nach den schweren Monsun-Regenfällen in Indien riss eine beschädigte Leiter am Geparnath-Tempel im Bundesstaat Rajasthan zwei Hindu-Pilger in den Tod. Ein weiterer Pilger sei verletzt worden. Über Nacht hätten mehr als 130 Gläubige in der Höhle mit dem Schrein für den Hindu-Gott Shiva wegen der Regenfälle festgesessen. Die Pilger seien am Montag mit einem Kran gerettet worden. Die Zahl der Toten beim Monsun in Indien stieg nach Angaben der Nationalen Katastrophenschutzbehörde landesweit in diesem Jahr auf insgesamt mehr als 1060. Im vergangenen Jahr starben in Indien etwa 3000 Menschen bei den schweren Regenfällen.

THEMEN

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Unwetter

Fast 20 Tote nach Blizzard in den USA

WASHINGTON Bis zu einem Meter Neuschnee fiel in der Zeit von Samstag bis Sonntag in manchen Teilen der US-Ostküste. Über 200.000 Menschen saßen zeitweise im Dunkeln, mehr als 3000 Flüge wurden abgesagt. Der Schneesturm, der Samstag und Sonntag über den Osten der USA herzog, forderte mehr als ein Dutzend Tote.mehr...

Aussichten für kommende Tage

Juni war nicht der heißeste Monat in NRW

ESSEN Weltweit war der Juni 2015 nach Berechnungen der US-Klimabehörde NOAA zwar der heißeste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen - nicht jedoch in Nordrhein-Westfalen. Auch die nächsten Tage werden in keine Hitzerekorde aufgestellt. Am schönsten wird noch der Mittwoch.mehr...

Politik

Zwölf Tote bei Wintersturm in den USA

Chicago/Boston (dpa) Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche hat ein Wintersturm zu schweren Schneefällen im Mittleren Westen und im Nordosten der USA geführt. Die Unwetterfront «Linus» reichte von Chicago bis Boston.mehr...

Politik

Lawinen töten 13 Wintersportler in Europa

Wien/Feldberg (dpa) Unter Schneelawinen sind 13 Wintersportler in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Spanien ums Leben gekommen. Auf zwei tödliche Unglücke am Freitag im Schwarzwald folgten am Wochenende ähnliche Vorfälle in den Alpenländern und Pyrenäen, bei denen elf Menschen starben.mehr...

Politik

Es bleibt kalt: Schnee und Frost zum Ferienstart

Offenbach (dpa) Pünktlich zum Ferienbeginn in sechs deutschen Bundesländern lockt das Winterwetter viele Menschen in die Berge. Während auf deutschen Straßen größere Unfälle ausbleiben, verunglücken etliche Menschen in Polen und der Slowakei.mehr...

Politik

Tödliche Unglücke: Bergwacht warnt vor weiteren Lawinen

Feldberg (dpa) Nach Lawinenunglücken mit zwei Toten im Schwarzwald haben Polizei und Bergwacht Wintersportler zu erhöhter Vorsicht aufgerufen. Der hohe Schnee in den Bergen schaffe akute Lawinengefahr, teilten sie in Freiburg mit.mehr...