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Auch Zahl der Verletzten gestiegen

Trotz Blitzermarathon: Mehr Tote im Verkehr

DÜSSELDORF Auf nordrhein-westfälischen Straßen sind im ersten Halbjahr wieder mehr Menschen verletzt worden oder gar gestorben als vor einem Jahr. Das geht aus Angaben des Statistischen Bundesamtes von Freitag in Wiesbaden hervor.

Trotz Blitzermarathon: Mehr Tote im Verkehr

Dieser schwere Unfall ereignete sich in Dorsten.

Demnach nahm die Zahl der Verunglückten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12,5 Prozent auf 36.804 zu. In derselben Zeit starben 217 Menschen auf den Straßen von NRW, das waren acht Verkehrstote mehr als vom Januar bis Juni 2013.  Für das gesamte Vorjahr hatte Nordrhein-Westfalen mit 479 Verkehrstoten die bislang niedrigste Zahl gemeldet. 

Im Verhältnis zur Einwohnerzahl hat Nordrhein-Westfalen nach Angaben der Statistiker im Vergleich mit anderen Flächenbundesländern die niedrigste Zahl an Verkehrstoten. Pro eine Million Einwohner starben in NRW in der ersten Jahreshälfte zwölf Menschen im Straßenverkehr. In Bayern waren es mit 23 Verkehrstoten fast doppelt so viele. 

Deutschlandweit sieht es ähnlich aus: Nach dem Tiefstand von 2013 steigt die Zahl der Verkehrstoten wieder. Auf Deutschlands Straßen seien im ersten Halbjahr 1576 Menschen ums Leben gekommen, 9,5 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum, berichtete am Freitag das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Noch höher fiel die Zunahme bei den Verletzten aus: Ihre Zahl stieg um 10,6 Prozent auf rund 185 600. Die Zahl der polizeilich registrierten Unfälle ging aber zurück, um 1,2 Prozent auf rund 1,15 Millionen.  Seit Januar 2014 steigen die Zahlen erneut. Die Statistiker sehen einen Zusammenhang mit dem Wetter. Darauf deute eine Analyse der Unfallzahlen in den ersten fünf Monaten hin: Von Januar bis Mai stieg die Zahl der tödlich verunglückten Motorrad- und Fahrradfahrer im Vergleich zum Vorjahr um 39,7 Prozent beziehungsweise 37,1 Prozent auf zusammen 149. Wegen schönen Wetters im März und April habe die Zweiradsaison früh begonnen, aber auch zu vielen Unfällen geführt.

Nach wie vor seien die Landstraßen besonders gefahrenträchtig, sagte Statistiker Gerhard Kraski. Von den 1226 Menschen, die in den ersten fünf Monaten tödlich verunglückten, starb mehr als die Hälfte (732) auf Landstraßen außerhalb von Ortschaften. In fast allen Bundesländern stieg die Zahl der Verkehrstoten im ersten Halbjahr - nur in Hessen, Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Sachsen-Anhalt gab es weniger tödlich Verunglückte als in den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres.

Das größte Risiko, tödlich zu verunglücken, besteht in Brandenburg: Dort wurden im ersten Halbjahr 31 Menschen je eine Million Einwohner getötet, in Thüringen und Sachsen-Anhalt je 29. Unterdurchschnittlich war das Risiko in Nordrhein-Westfalen mit 12 und im Saarland mit 13 tödlich Verunglückten je eine Million Einwohner. Im Jahr 2013 waren 3339 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen - das war nach Auskunft des Bundesamts der niedrigste Stand seit den 50er Jahren. Die meisten Verkehrstoten gab es 1970 mit 21 332. Danach ging die Zahl - bis auf die drei Jahre nach der Wende - kontinuierlich zurück. 

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