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Trump will mit Südkoreas Präsident Nordkoreagipfel planen

Seoul/Washington. Ein paar Wochen noch, dann gilt es. Werden die USA und Nordkorea ihre historische Chance für eine dauerhafte Entspannung nutzen? Erstmal will Trump sich mit dem südkoreanischen Präsidenten beraten. Es stehen viele Interessen auf dem Spiel.

Trump will mit Südkoreas Präsident Nordkoreagipfel planen

Am Hauptbahnhof von Pjöngjang stellt ein Mann seine Uhr vor: Die Uhren in beiden koreanischen Staaten laufen wieder synchron. Foto: Kyodo News/AP

Die Vorbereitungen für das geplante erste Gipfeltreffen der USA und Nordkoreas laufen auf Hochtouren.

Am 22. Mai wird US-Präsident Donald Trump seinen südkoreanischen Kollegen Moon Jae In in Washington empfangen, um seine Gespräche mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un vorzubereiten. Das teilte das Weiße Haus am Freitagabend (Ortszeit) mit.

Das historische erste Gipfeltreffen eines US-Präsidenten mit einem nordkoreanischen Machthaber soll den Weg für eine dauerhafte Entspannung auf der koreanischen Halbinsel ebnen, die seit dem Koreakrieg (1950 - 1953) keine Friedenslösung gefunden hat. Ein wesentliches Hindernis ist die atomare Aufrüstung Nordkoreas, die Pjöngjang gegen den Widerstand des UN-Sicherheitsrates und der darin vertretenen Atommächte vorangetrieben hat. Nun geht es um den „Denuklearisierung“ genannten Abbau der Kernwaffenarsenale, wobei auch die Bewaffnung der US-Streitkräfte in der Region zur Sprache kommen dürfte.

Die beiden koreanischen Staatslenker Kim und Moon hatten sich bereits am 27. April bei einem historischen Treffen im symbolstarken Grenzort Panmunjom für eine Friedenslösung stark gemacht. Nach südkoreanischen Angaben stimmte Kim dabei grundsätzlich einer kompletten Denuklearisierung zu - ein erklärtes Ziel der USA.

Laut Trump stehen Ort und Termin für sein Gipfeltreffen mit Kim bereits fest. Der Termin werde bald bekanntgegeben werden, sagte Trump am Freitag. Zuvor hatte Trump von einem Termin Ende Mai oder Anfang Juni gesprochen und erklärt, er würde eine Zusammenkunft an der innerkoreanischen Grenze einem Treffen in einem Drittstaat wie Singapur oder der Mongolei vorziehen.

Trump versicherte, er und Moon würden ihre enge Zusammenarbeit mit Blick auf die Lage auf der koreanischen Halbinsel fortsetzen.

Der Streit um das nordkoreanische Atomprogramm gilt als einer der gefährlichsten Konflikte in der Weltpolitik. Bisher hatte Nordkorea jedem Druck der internationalen Gemeinschaft widerstanden und auf militärische Drohgebärden gesetzt. Anfang des Jahres war Kim allerdings auf einen Entspannungskurs umgeschwenkt. Er hatte dabei eine Position der Stärke propagiert, weil seine Atomwaffen dank neuer Raketen nun das Kernland der USA erreichen könnten. 

Als Zeichen der Entspannung synchronisierte Nordkorea am Samstag seine Uhren mit denen Südkoreas. Knapp drei Jahre nach der überraschenden Einführung einer neuen Standardzeit ließ Nordkorea die Uhren um eine halbe Stunde vorstellen, wie Staatsmedien berichteten. „Die Zeitumstellung ist der erste praktische Schritt nach dem historischen dritten Gipfeltreffen zwischen Norden und Süden, um den Prozess der Einigung zu beschleunigen“, hieß es.

Kim hatte die Umstellung nach dem Treffen mit Moon angeordnet. Laut Staatsmedien hatte es Kim als „schmerzhaften“ Anblick empfunden, als er am Verhandlungsort eine Uhr mit der Pjöngjang-Zeit und eine andere mit Südkoreas Standardzeit sah. Nordkorea hatte im August 2015 eine neue Standardzeit eingeführt und die Uhren des Landes um eine halbe Stunde zurückgedreht. 

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