Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Computer. Diese Cookies werden verwendet, um Ihre Website zu optimieren und Ihnen einen persönlich auf Sie zugeschnittenen Service bereitstellen zu können, sowohl auf dieser Website als auch auf anderen Medienkanälen. Mehr erfahren über die von uns eingesetzten Cookies finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie
Anzeige
Anzeige

Tschechien-Urlauber werden in Wechselstuben abgezockt

Prag. Ob im Restaurant oder beim Einkauf - in vielen Urlaubsorten zahlen Touristen nicht immer einen fairen Preis. Auch in Tschechiens Wechselstuben wird offenbar dreist abkassiert. Dagegen will die Regierung des Landes nun vorgehen.

Tschechien-Urlauber werden in Wechselstuben abgezockt

Wer in Tschechien sein Geld in einer Wechselstube umtauscht, zahlt oft überhöhte Gebühren. Foto: Matthias Hiekel

Immer wieder klagen Touristen über Abzocke beim Geldwechseln in Tschechien. Unlautere Wechselstuben in Prag und anderen Städten erheben im Kleingedruckten versteckte Gebühren oder werben mit dem günstigeren Kurs für den Ankauf von tschechischen Kronen.

Gegen die unfaire Praxis will die Minderheitsregierung des liberal-populistischen Ministerpräsidenten Andrej Babis nun vorgehen. Das Kabinett brachte nun ein Gesetz auf den Weg, dass den Kunden bei Summen bis 1000 Euro ein zweistündiges Rücktrittsrecht einräumt. Das Parlament muss die Neuregelung noch billigen.

„Es ist kein Geheimnis, dass die Praktiken einiger Wechselstuben vor allem im Zentrum der Hauptstadt nicht gut für den Ruf der Tschechischen Republik sind“, sagte Finanzministerin Alena Schillerova. Es seien Fälle bekannt, bei denen Gebühren in Höhe von 28 Prozent beim Wechseln von 15 Euro berechnet worden seien.

Für Touristen ist es schwer, sich bei den Gebührenordnungen zu orientieren. Die Kontrolle über die Wechselstuben obliegt der tschechischen Nationalbank. Sie saß aber bislang am kürzeren Hebel: Selbst hohe Geldbußen von umgerechnet bis zu 23.000 Euro konnten die Geschäftemacher nicht abschrecken.

In Großstädten wie Prag verliert das Bargeld zunehmend an Bedeutung. Dem Bankenverband zufolge zahlen immer mehr Tschechen kleine Beträge mit kontaktlosen Geldkarten. Bei der Einführung der Technologie war das Land einer der Vorreiter in Europa. Allerdings bieten noch längst nicht alle Geschäfte diesen Service an.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Reise und Tourismus

Das Geschäft mit dem Reisehunger

Berlin. Stulle vergessen? Auf Bahnfahrten, Busreisen und Flügen wollen Unternehmen eigene Speisen verkaufen. Im ICE geht dabei ein Gericht noch öfter über den Tresen als Chili con Carne.mehr...

Reise und Tourismus

Ausflüge in tunesische Wüste nur mit Reiseveranstalter

Tunis. Orientalisches Flair, schöne Strände und einsame Wüsten - das ist, was Tunesien als Reiseland auszeichnet. Wäre da nicht das Problem mit der Sicherheit. Vor allem Sahara-Touren machen Besucher am besten nicht auf eigene Faust.mehr...

Reise und Tourismus

Thalys-Züge werden moderner

Köln. Der Hochgeschwindigkeitszug Thalys, der zwischen Köln, Brüssel und Paris verkehrt, soll Reisenden künftig mehr Komfort bieten. In den kommenden Jahren bekommt sein Inneres daher eine neue Ausstattung.mehr...

Reise und Tourismus

Essbare Stadt Andernach

Andernach. Kohl, Kräuter und Kürbisse, Hopfen, Wein und Salate - all das wächst in der Andernacher Altstadt. Pflücken ist erlaubt, denn Andernach ist eine „Essbare Stadt“.mehr...

Reise und Tourismus

Ein Tag auf drei schottischen Inseln

Oban. Fähre, Reisebus, Ausflugsboot: Mit drei Verkehrsmitteln geht es für Urlauber vom schottischen Festland bis zur kleinen Insel Staffa. Die Tagestour an der Westküste gestaltet sich wie ein Staffellauf. Mit Übergaben, die an das Gedränge einer Wechselzone im Stadion erinnern.mehr...

Reise und Tourismus

Gibt es auch im Süden Polarlichter?

Heidelberg. Reist man in die nördlichsten Länder der Erde, kann man zur richtigen Jahreszeit die geheimnisvollen Polarlichter am Himmel sehen. Aber wie ist es in der Nähe der Antarktis? Gibt es das Naturphänomen auch im Süden?mehr...