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Tugce-Prozess: Gutachten des Gerichtsmediziners erwartet

Darmstadt (dpa) Wie kam die Studentin Tugce genau zu Tode? Dazu wollen die Richter in Darmstadt einen Gutachter befragen. Der Prozess könnte bald zu Ende gehen. Bisher gab es viel Widersprüchliches in dem Verfahren.

Tugce-Prozess: Gutachten des Gerichtsmediziners erwartet

Kerzen und Fotos erinnerten im vergangenen November vor dem Klinikum in Offenbach am Main an Tugce. Foto: Boris Roessler

Im Prozess um den tödlichen Schlag gegen die Studentin Tugce steht ein wichtiges Gutachten an. Das Landgericht Darmstadt erwartet heute die Einschätzungen eines Rechtsmediziners. Sie sollen Hinweise auf die Todesursache geben.

Der 18 Jahre alte Angeklagte Sanel M. gab zu, der Studentin im November 2014 vor einem Schnellrestaurant in Offenbach eine heftige Ohrfeige gegeben zu haben. Die 22-Jährige fiel nach hinten um, schlug mit dem Kopf auf und starb später im Krankenhaus. Die Anklage lautet auf Körperverletzung mit Todesfolge.

Ein Befangenheitsantrag gegen den Vorsitzenden Richter wurde abgelehnt, teilte ein Beisitzer der Kammer zu Beginn des achten Verhandlungstages mit. Richter Jens Aßling habe die gebotene Unparteilichkeit nicht verletzt, hieß es zur Begründung.

In dem vor fast sechs Wochen begonnenen Verfahren sind bereits zahlreiche Zeugen vernommen worden, unter anderem Freundinnen von Tugce wie auch Freunde des Angeklagten. Die Aussagen waren oft widersprüchlich. Häufig stimmten die Äußerungen auch nicht mit denjenigen überein, die nach der Tat bei der Polizei gemacht wurden.

Der gewaltsame Tod der Studentin löste große Anteilnahme aus. Von ihren Anhängern wird sie verehrt, weil sie kurz vor dem tödlichen Schlag auf der Toilette des Fast-Food-Restaurants Zivilcourage gezeigt und zwei Mädchen geholfen haben soll, die von Sanel M. und Freunden belästigt worden sein sollen. Doch auch dazu gab es unterschiedliche Zeugenaussagen.

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