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Bitterer Ferienstart in NRW

Tuifly-Urlauber müssen wieder nach Hause

Hannover Verärgerte Fluggäste, Flugzeuge, die nicht starten und das auch noch zu NRW-Ferienbeginn. Die massiven Krankmeldungen der Belegschaft hat die Fluggesellschaft Tuifly dazu gewzwungen, am Freitag seine Flüge zu canceln. Für das Wochenende gibt es aber Hoffnung auf Besserung.

Tuifly-Urlauber müssen wieder nach Hause

Reisende haben am Freitag schlechte Chancen mit dem Flieger ans Ziel zu kommen.

Der Ferienflieger Tuifly versucht mit gemieteten Maschinen und Besatzungen einen Teil der Flugausfälle aufzufangen. Zehn Flüge könnten auf diese Weise stattfinden, teilte die zum Reisekonzern Tui gehörende Fluggesellschaft auf ihrer Internetseite mit.

Dabei handelt es sich um vier Flüge von deutschen Flughäfen ins türkische Antalya, einen nach Palma de Mallorca sowie die zugehörigen Rückflüge - mit teils geänderten Abflugzeiten.

POTSDAM Dutzende abgesagte Flüge allein am Freitag, Tausende betroffene Urlauber: Bei der Airline Tuifly sorgen massenhafte Krankmeldungen von Piloten und Kabinenpersonal für Chaos. Eine Übersicht, was Reisende jetzt wissen müssen.mehr...

Außerdem plant Tuifly für Touristen Rückflüge, überwiegend aus Urlaubsregionen wie Mallorca und der Türkei sowie den Kanarischen Inseln. Dabei sollen zum Teil mehrere Flüge zusammengefasst werden. Gäste in Urlaubsgebieten, deren Rückreise eigentlich bereits am Donnerstag angestanden hatte, sollen so nach Hause fliegen können.

„Alle weiteren Flüge ab Deutschland, Österreich und der Schweiz sind aufgrund aktueller Crewengpässe für den 07. Oktober gestrichen“, schreibt Tuifly.  

Acht Starts und Landungen in Düsseldorf

Einige Düsseldorfer Türkei-Urlauber hatten Glück: Ihre Maschine Richtung Antalya konnte abheben. Auch eine Landung aus dem türkischen Urlaubsort wurde vom türkischen Billiglieger Corendon übernommen, teilten Tuifly und ein Airport-Sprecher mit. Acht Starts und weitere acht Landungen von und nach Düsseldorf sollten am Freitag stattfinden. Aus Köln waren am Morgen noch keine Zahlen bekannt. Nach früheren Angaben sollten dort elf Landungen und zehn Starts abgesagt werden.

Noch unklar war, wie viele der geplanten Air Berlin-Flüge von und nach Köln oder Düsseldorf ausfallen werden. 

Hier gibt es die 

Tuifly hatte am Donnerstagabend zunächst mitgeteilt, den Flugbetrieb heute weitgehend einzustellen. 108 Flüge sollten demnach ausfallen; rund 9000 Passagiere seien betroffen.

Ein Drittel der Tui-Flotte fliegt für Air Berlin

Schon an den Vortagen hatten sich viele Crew-Mitglieder bei Tuifly kurzfristig krank gemeldet und damit den Flugbetrieb eingeschränkt. Betroffen war und ist auch Air Berlin. Dort drohen weitere Ausfälle, denn ein Drittel der Tui-Flotte fliegt samt Besatzung für die Berliner.

Das hat zur Konsequenz, dass einige Urlauber, die mit Air Berlin unterwegs sind, festsitzen. Das betrifft unter anderem Urlauber auf der griechischen Insel Karpathos, die offenbar seit sieben Tagen nicht zurückfliegen können. 

 

Immer noch auf #Karpathos , wir hoffen am 11.10. den Flug auch nehmen zu können, wollen seit Dienstag Zuhause sein. Danke @airberlin

— Fee (@Fee_lfunktion)

@Fee_lfunktion die Zeit dort genießen und macht das Beste draus. Selbstverständlich könnt ihr euch beschweren über https://t.co/mWMdxZgANX.

— airberlin (@airberlin)

#airberlin lässt einen auf #karpathos 7 Tage sitzen und wünscht einen genüsslichen Jobverlust. Spinner! https://t.co/bVGGNcBcSV

— Fee (@Fee_lfunktion)

@Fee_lfunktion Das wird schon nicht passieren. Wir werden dich von dort wegbringen. Ela

— airberlin (@airberlin)

 

Die Auseinandersetzung zwischen Belegschaft und Management bei Tuifly bringt die Fluggäste auf die Barrikaden. Bislang habe man rund 500 Ansprüche auf Ausgleichszahlung verärgerter Kunden auf dem Tisch, sagte der Geschäftsführer des Flugrechteportals Flightright, Philipp Kadelbach, dem in Konstanz erscheinenden "Südkurier". Sollte es weiterhin zu Flugausfällen kommen, rechne man innerhalb kurzer Zeit mit 1500 bis 2000 weiteren Anträgen.

Kurzfristige Krankmeldungen

Tuifly stellt Flugbetrieb für heute ein

HANNOVER Die Fluglinie Tuifly hat wegen kurzfristiger Krankmeldungen der Crews für heute alle ihre Flüge abgesagt. Insgesamt sollen 108 Flüge ausfallen, wie der Touristikkonzern Tui am Donnerstagabend mitteilte. Betroffen seien 54 Flüge von Deutschland und 54 Rückflüge aus den Urlaubszielen.mehr...

"Wir versuchen alles, um die Auswirkungen auf die Gäste so gering wie möglich zu halten", sagte Tuifly-Aufsichtsratschef Henrik Homann der "Bild"-Zeitung (Freitag). "Wir wissen, dass das leider momentan nicht bei allen Kunden gelingt." Piloten müssten keine Einbußen durch neue Verträge fürchten. "Die Firma bleibt bestehen, die Tuifly behält ihren Sitz in Deutschland, die Tarifverträge bleiben bestehen."

Dobrindt: Inakzeptable Situation 

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) sprach von einer inakzeptablen Situation. "Die Airlines müssen ihrer Verantwortung gegenüber den Fluggästen nachkommen", sagte er der "Bild"-Zeitung. "Interne Konflikte müssen am Verhandlungstisch ausgetragen werden und nicht auf den Rücken der Passagiere." Er hat geschädigten Urlaubern von Tuifly geraten, Schadenersatzansprüche bei dem Ferienflieger anzumelden. Er könne allen Kunden nur raten, ihre rechtlichen Ansprüche geltend zu machen, sagte der CSU-Politiker am Freitag am Rande der Verkehrsministerkonferenz in Stuttgart. Das Unternehmen beruft sich auf höhere Gewalt und will Betroffenen nicht entschädigen.

Als Hintergrund werden der tiefgreifende Umbau der hoch verschuldeten Air Berlin und damit einhergehende Veränderungen bei der Tuifly gesehen. Die deutsche Fluggesellschaft des Touristikkonzerns Tui soll gemeinsam mit Air-Berlin-Teilen in eine neue Dachholding für Ferienflieger integriert werden. Arbeitnehmervertreter fürchten Job-Verluste und schlechtere Tarifbedingungen.

Tausende sagten Urlaub bereits ab

Tausende Passagiere beider Airlines mussten bereits am Donnerstag auf ihre Verbindungen warten oder ihre Urlaubsreisen gleich ganz abblasen. Air-Berlin-Sprecher Uwe Kattwinkel sprach von einer "schwierigen, dramatischen Situation vor allem für unsere Fluggäste". Air Berlin schloss mit den Gewerkschaften Vereinigung Cockpit, Verdi und dem Gesamtbetriebsrat eine Krisenvereinbarung, in der Piloten, Flugbegleiter und Bodenpersonal bis einschließlich Sonntag zu freiwilligen Einsätzen aufgerufen werden.

Dorsten "Annulliert" lesen Petra und Thomas Dziatkowiak, Kunden der Dorstener Reiseagentur Vospohl, am Freitagmorgen am Flughafen Düsseldorf. Ihr Tuifly-Flieger ins warme Griechenland sollte eigentlich um 5.50 Uhr starten. Doch das Ehepaar blieb am Boden, wie 9000 andere Passagiere. Grund dafür sind die vielen Krankmeldungen der Crew-Mitglieder.mehr...

Ihre Gäste will die Tuifly nicht entschädigen. Eine Sprecherin betonte: "Die massenhaften und äußerst kurzfristigen Krankmeldungen sind ein außergewöhnlicher und nicht vermeidbarer Umstand im Sinne von höherer Gewalt." Ganz anders sieht das Flightright: Krankheitswellen zählten zu den normalen Betriebsrisiken, die Airlines zu jeder Zeit einkalkulieren müssten.

dpa/kar

 

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