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U21 benötigt im Halbfinale «strategische Aggressivität»

Prag (dpa) Am Freitag geht es für die DFB-Junioren kurz nach 11.00 Uhr mit dem Zug nach Olmütz. Im Halbfinale der U21-EM tags darauf gegen Portugal ist erneut eine kompakte Mannschaftsleistung gefordert. Moralisch unterstützt wird das Team von DFB-Chef Niersbach.

U21 benötigt im Halbfinale «strategische Aggressivität»

Leonardo Bittencourt geht mit vollem Einsatz in den Zweikampf. Foto: Milan Kammermayer

Auch Wolfgang Niersbach drückt die Daumen. Mit der moralischen Unterstützung des DFB-Präsidenten wollen die deutschen Fußball-Junioren die vorletzte Hürde auf dem Weg zum ersehnten Titel bei der U21-EM nehmen.

Niersbach wird die Mannschaft von Trainer Horst Hrubesch am Samstag im Halbfinale von Olmütz gegen Portugal (18.00 Uhr) von der Tribüne des Andruv-Stadions anfeuern.

Gegen die Südeuropäer mit ihren Einzelkönnern wie William Carvalho (Sporting Lissabon), dessen Marktwert auf 22 Millionen Euro taxiert wird, sieht die Sportliche Leitung des DFB vor allem Dominanz und taktische Disziplin als Erfolgsformel. «Es wird keine Frage des Marktwerts, sondern eine Frage der Einstellung sein, mit welcher strategischen Aggressivität wir vorgehen müssen», erklärte Hrubesch-Assistent Thomas Nörenberg.

Portugal wurde mit nur zwei Toren und lediglich einem Gegentreffer Erster der Gruppe B. «Deutschland-Portugal hört sich sehr gut an. Die Zuschauer können sich da auf ein sehr gutes Spiel freuen», sagte Innenverteidiger Dominique Heintz. Der DFB-Tross bricht am Freitag kurz nach 11.00 Uhr mit dem Zug nach Olmütz auf.

Hrubeschs Trainerteam war bis in die Nacht mit dem 1:1 der Portugiesen gegen Schweden beschäftigt - gezwungenermaßen. Das tschechische Fernsehen berichtete aus Eigen-Interesse wegen des möglichen Olympia-Playoffs live vom Spiel Italien-England (3:1) und schob Portugal-Schweden als «Konserve» nach. «Wir werden darauf achten müssen, das Zentrum stark zu machen, um den zentralen Block in den Griff zu bekommen», erklärte Nörenberg.

Portugals Trainer Rui Jorge lässt mit einer Mittelfeldraute spielen. «Sie sind in allen Mannschaftsteilen technisch-taktisch individuell gut besetzt. Da wird schon ein Brocken auf uns zu kommen», sagte der Nörenberg.

Hrubesch kann personell im Prinzip weiter aus dem Vollen schöpfen. Leonardo Bittencourt hatte beim 1:1 gegen Tschechien einen Schlag auf das Schienbein bekommen, Moritz Leitner hat Kniebeschwerden. Beide sollen aber zur Verfügung stehen. «Wir werden es so angehen, dass die Portugiesen sich hoffentlich nach uns richten. Wir werden unsere Stärken in den Vordergrund stellen», sagte Nörenberg.

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