Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

UN: Neue Waffenruhe im Jemen

New York (dpa) Atempause im Jemen: Die verfeindeten Parteien haben einer neuen Feuerpause zugestimmt. Allerdings vorerst nur auf 72 Stunden.

UN: Neue Waffenruhe im Jemen

Im Bürgerkrieg sind seit März 2015 mehr als 4000 Zivilisten getötet worden. Foto: Yahya Arhab

Die Vereinten Nationen haben eine neue Waffenruhe im Bürgerkrieg im Jemen angekündigt. Ab Mittwoch 22.59 Uhr würden die Waffen schweigen, teilte der UN-Sonderbeauftragte für den Jemen, Ismail Ould Sheikh Ahmed, mit. Alle Beteiligten hätten zugesagt, sich daran zu halten.

Die Waffenruhe gelte zunächst für 72 Stunden mit der Option auf Verlängerung. Im Jemen kämpfen schiitische Huthis gegen die von den sunnitischen Golfmonarchien und den USA unterstützte sunnitische Regierung. Sie beherrschen Teile vor allem im Norden des Landes sowie die Hauptstadt Sanaa. Eine saudisch geführte Militärkoalition fliegt Luftangriffe gegen die Huthis.

Im Bürgerkrieg sind seit März 2015 mehr als 4000 Zivilisten getötet worden. Zuletzt starben bei einem Luftangriff auf eine Trauerfeier in der Hauptstadt Sanaa am vergangenen Samstag nach UN-Angaben mindestens 140 Menschen. Die saudische Militärkoalition bekannte sich später zu dem Angriff und berief sich auf "falsche Informationen" der jemenitischen Verbündeten. Unmittelbar danach forderte die USA und auch die UN die Kriegsparteien im Jemen zu einer neuen Waffenruhe und Verhandlungen auf.

Im Jemen hat es bereits mehrere Anläufe zu einer Einstellung der Kämpfe gegeben. Zuletzt trat im April eine Waffenruhe in Kraft, die dann nach weitgehend erfolglosen Friedensgesprächen endete.

THEMEN

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Politik

Nordkorea feuert erneut Rakete über Japan hinweg

Seoul/Tokio (dpa) Nordkorea trotzt der Weltgemeinschaft weiter. Ungeachtet neuer Sanktionen des UN-Sicherheitsrats wie einer Deckelung der Öllieferungen feuert das Land erneut eine Rakete ab. Wieder fliegt sie über japanisches Territorium.mehr...

Politik

Rohingya-Rebellen in Myanmar erklären einmonatige Waffenruhe

Sittwe (dpa) Mindestens 270 000 Rohingya flohen nach Zahlen des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR vor Kämpfen in Myanmar ins Nachbarland Bangladesch. Die Muslime berichten von ethnischen Säuberungen. Jetzt könnte sich die Lage etwas entspannen.mehr...

Politik

Nordkorea feiert sich als "unbesiegbare Atommacht"

Pjöngjang/Washington (dpa) Während der UN-Sicherheitsrat über neue Sanktionen gegen Nordkorea berät, kündigt das Land weitere "Geschenkpakete" für die USA an. Das Land bezeichnet damit auch seine Raketen- und Atomtests. Zum Tag der Staatsgründung belässt es Pjöngjang jedoch bei starken Worten.mehr...

Politik

Trump schließt militärischen Weg für Nordkorea nicht aus

Der UN-Sicherheitsrat ringt um neue Sanktionen gegen Nordkorea. Die USA wollen ein Öl-Embargo gegen Pjöngjang durchsetzen. Präsident Trump schließt auch einen militärischen Weg prinzipiell nicht aus. Südkorea befürchtet neue Raketentests seines Nachbarlandes.mehr...

Politik

Kolumbien fiebert Papst-Besuch entgegen

Rom/Bogotá (dpa) Seit 1964 wurde Kolumbien von einem Konflikt erschüttert, rund 220.000 Menschen starben, Millionen Menschen wurden vertrieben. Damit der hart errungene Frieden hält, sollen nun klare Worte des Papstes helfen.mehr...

Politik

Del Ponte verlässt resigniert Syrien-Untersuchungskommission

Genf (dpa) Die UN-Untersuchungskommission zu Syrien muss einen herben Rückschlag einstecken: Chefanklägerin Carla Del Ponte wirft das Handtuch. Die internationale Gemeinschaft habe nicht aus den Gräueltaten in Ruanda gelernt. Sie wolle nicht weiter eine "Alibi-Ermittlerin" sein, so die Schweizerin.mehr...