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US-Notenbank Fed hebt Leitzins um weitere 0,25 Punkte an

Washington. Die US-Notenbank steuert in Richtung Normalität. Nach Jahren der Nullzinspolitik setzt der neue Fed-Chef Jerome Powell die Strategie moderater Zinsanhebungen seiner Vorgängerin Janet Yellen fort.

US-Notenbank Fed hebt Leitzins um weitere 0,25 Punkte an

Jerome Powell, Präsident der amerikanischen Notenbank. Foto: Jacquelyn Martin/AP

Die US-Notenbank Federal Reserve hat ihren Leitzins erneut angehoben. Die Bank erhöhte die Federal Funds Rate um 0,25 Punkte auf einen Zielkorridor von nun 1,50 bis 1,75 Punkte. Es war die erste Zinserhöhung in der Verantwortung des neuen Notenbankchefs Jerome Powell.

Die Fed setzt damit ihren bereits unter Powells Vorgängerin Janet Yellen eingeschlagenen Kurs der moderaten Leitzinserhöhungen fort. „Die Volkswirtschaft ist in den vergangen Monaten stärker geworden“, heißt es in der Mitteilung der Fed. Dies wurde von Experten als Zeichen gewertet, dass es künftig auch steiler bergauf gehen könnte.

Powell sieht einen Anstieg der US-Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um 2,7 Prozent und im nächsten Jahr um 2,4 Prozent. Der Leitzins am Ende des Jahres 2019 werde bei 2,9 Prozent und ein Jahr später bei 3,4 Prozent liegen. Er betonte aber auch: „Wir haben heute eine Entscheidung getroffen, und das ist der Anstieg um 0,25 Prozent.“ Alles andere seien Projektionen, die sich ständig ändern könnten. Die Arbeitslosigkeit soll demnach bis Ende des Jahres auf 3,6 Prozent fallen.

Nach der jüngsten Steuerreform von Präsident Donald Trump und dem US-Kongress sowie dank einer weltweit günstigen Konjunkturlage wächst die US-Wirtschaft deutlich. Ökonomen befürchten nach einer langen Phase von nicht anziehender Inflation inzwischen sogar einen Inflationsdruck und sehen Anzeichen für eine Überhitzung.

Einige Experten fordern daher von der Fed schnellere Zinsschritte als die bisher in Aussicht gestellten drei Zinsanhebungen in diesem Jahr. Auch mehrere Mitglieder des Offenmarktausschusses sprachen sich am Mittwoch für schnellere Zinsschritte aus.

Powell hatte zwar bei seinem Amtsantritt Ende Januar erklärt, er fühle sich weiter einer moderaten Geldpolitik verpflichtet. Allerdings hatte er im Februar vor Kongressabgeordneten gesagt, persönlich gehe er von einer stabilen Wirtschaftslage aus. Eine vierte Zinsanhebung im laufenden Jahr schloss er damals nicht aus.

Die Zinsschritte der US-Notenbank haben unmittelbare Bedeutung für die Aktienbörsen und für die Devisenkurse. So wird durch höhere Zinsen der US-Dollar gestärkt. Aktienkurse können dagegen bei schnellen Zinsanstiegen fallen.

Zuletzt hatte die Fed Mitte Dezember den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte angehoben. Zwischen Ende 2008 und Ende 2015 hatte der Zinssatz an der Nulllinie gelegen.

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