Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

US-Steuerreform bringt Merck Gewinnsprung

Darmstadt. Der Darmstädter Merck-Konzern hat 2017 stark von der US-Steuerreform profitiert, geht aber mit gebremstem Optimismus in sein Jubiläumsjahr.

US-Steuerreform bringt Merck Gewinnsprung

Optische Endkontrolle der Merck-Pharma-Produktion in Darmstadt. Foto: Arne Dedert/Archiv

Nach einem Dämpfer im operativen Geschäft stellt das älteste deutsche Pharma- und Chemieunternehmen für 2018 ein moderates Umsatzwachstum aus eigener Kraft in Aussicht. Dabei dürften Währungseffekte das um Sonderposten bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) um 4 bis 6 Prozent belasten, wie Merck in Darmstadt erklärte. Aber auch währungsbereinigt sei mit einem leichten prozentualen Rückgang gemessen am Vorjahr zu rechnen.

Der 1668 aus einer Apotheke hervorgegangene Dax-Konzern feiert im Mai seinen 350. Geburtstag. Doch neben dem starken Euro machen ihm zunehmend Konkurrenten aus Asien Marktanteile im wichtigen Geschäft mit Flüssigkristallen etwa für Displays in Smartphones streitig.

2017 profitierte der Konzern von einem Sonderertrag von 906 Millionen Euro wegen der Steuersenkungen in den USA unter Präsident Trump. Merck macht viele Geschäfte in den Vereinigten Staaten. Der Gewinn stieg so um fast 60 Prozent auf den Rekord von 2,6 Milliarden Euro.

Negative Währungseffekte drückten indes im Tagesgeschäft das bereinigte Ebitda um knapp 2 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro. Den Umsatz steigerte Merck vor allem dank seiner Pharma- und Laborsparte um 2 Prozent auf 15,3 Milliarden Euro. Damit erreichte der Konzern seine Vorgaben, die er im Jahresverlauf aber schon gesenkt hatte.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Wirtschaft

Urteil: Zeitungszusteller bekommen 30 Prozent Nachtzuschlag

Erfurt. Sie arbeiten, wenn die meisten Menschen noch schlafen: Zeitungszusteller. Das rechtfertigt nach Ansicht der obersten deutschen Arbeitsrichter einen erhöhten Nachtzuschlag. An einer anderen Regelung rütteln sie aber nicht.mehr...

Wirtschaft

Politik will Opel-Substanz in Deutschland halten

Berlin/Wiesbaden. Der französische Autokonzern PSA will seine deutsche Tochter Opel weiter schrumpfen lassen. Politiker aus Bund und Ländern sorgen sich darum, was von dem einst stolzen Hersteller noch übrig bleibt.mehr...

Wirtschaft

Munich Re will Boni für Vorstand einschränken

München. Boni waren einst dazu gedacht, Spitzenmanager zu Spitzenleistungen zu motivieren - und machten bei Deutschlands Dax-Konzernen einen immer höheren Anteil der Vorstandsgehälter aus. Doch nun läuft der Trend in die andere Richtung.mehr...

Wirtschaft

Scheuer will BER-Eröffnung „unbedingt“ bis 2020

Berlin. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) pocht auf eine Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BER im Herbst 2020. „Der BER ist nach wie vor ein Riesenärgernis“, sagte Scheuer nach Angaben seines Ministeriums. „Ich akzeptiere es nicht, wenn die Welt über diese Baustelle lacht.“mehr...

Wirtschaft

Porsche will Sichtung von Unterlagen verhindern

Stuttgart. Die Justiz erhöht im Diesel-Skandal den Druck auf Porsche und will nach einer Razzia sichergestellte Unterlagen sichten. Der Autobauer weist die Vorwürfe zurück - und versucht nun, das vorerst zu stoppen.mehr...