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USA: Stromausfall im Osten - Waldbrände im Westen

Washington/San Francisco (dpa) Bei einem schweren Unwetter in den USA sind nach ersten, inoffiziellen Berichten bis zu zehn Menschen ums Leben gekommen. Die heftigen Gewitterstürme im Osten des Landes haben außerdem Millionen Amerikaner von der Stromversorgung abgeschnitten.

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Feuerwehrleute suchen nach übergebliebenen Brandnestern. Foto: Barry Guiterrez

Auch Helikopter werden zur Bekämpfung der Brände eingesetzt. Foto: Barry Guiterrez

US-Präsident Obama machte sich persönlich ein Bild von den Zerstörungen, die die Waldbrände angerichtet haben. Foto: Official White House Photo by Pete Souza

Blick auf den Vorort Cedar Heights: Die aktuellen Brände gelten als die schlimmsten in der Geschichte des Bundesstaates Colorado. Foto: Barry Guiterrez

Die Feuerwehrmänner kommen aus den ganzen USA. Foto: Barry Guiterrez

Die Temperaturen sinken, die Feuerwehr meldet erste Erfolge im Kampf gegen die Flammen. Foto: Barry Guiterrez

Bei einer Hitzewelle von 40 Grad müssen die Menschen ohne Klimaanlage und Kühlschrank auskommen. Bis die meisten Amerikaner wieder Strom haben, dürften Tage vergehen.

Allein im Großraum Washington, wo die Unwetter in der Nacht am heftigsten wüteten, waren rund 1,5 Millionen Haushalte betroffen. Bewohner sprachen von einer der schwersten Unwetter seit Jahren. Im benachbarten Virginia kamen nach Angaben des TV-Senders CNN vom Samstag mindestens sechs Menschen um Leben - alle durch umstürzende Bäume. Fox News berichtete sogar insgesamt von zehn Toten.

In Virginia habe es überdies drei Hitzetote gegeben, berichtete die «Washington Post». Weite Teile im Osten leiden seit Tagen unter einer Hitzewelle von streckenweise über 40 Grad - durch tropische Schwüle sind die Temperaturen extrem schwierig zu ertragen.

Dagegen gibt es in den Waldbrand-Regionen im westlichen Bundesstaat Colorado einen ersten Hoffnungsschimmer: Hier erleichtern sinkende Temperaturen den Kampf gegen die Flammen. «Unsere Mannschaften machen Fortschritte, 25 Prozent der Feuer sind unter Kontrolle», sagte Tom Tidwell vom US-Forest Service am Samstag. Entwarnung könne aber noch nicht gegeben werden.

«Ich habe so etwas noch nie erlebt», sagte ein Bewohner in Bethesda vor den Toren der US-Hauptstadt. «Ohne Klimaanlage - das wird ein verdammt heißer Tag», fügte er lächelnd hinzu. Zeitweise sprach der TV-Sender CNN von über vier Millionen Haushalte ohne Strom.

Die Gewitterstürme reichten von den Bundesstaaten Indiana bis New Jersey - insgesamt fegte der nächtliche Sturm innerhalb weniger Stunden über neun Staaten hinweg. Die Stürme erreichten Spitzengeschwindigkeiten von über 120 Stundenkilometer.

Zwar brachten die Unwetter zeitweise Abkühlung - aber bereits bis Samstagmittag zogen die Temperaturen wieder kräftig. Meteorologen sagten erneut Temperaturen von rund 40 Grad voraus. In Washington wurden «Kühlungszentren» eröffnet, in denen Menschen, die zu Hause keine Klimaanlage haben, Zuflucht finden können.

Massive Stromausfälle nach Gewittern sind keine Seltenheit in den USA, sondern eher der Regelfall. Ursache sind weniger die Stürme als die marode Infrastruktur: In vielen Gegenden verlaufen die Stromleitungen noch immer oberirdisch über Masten - ein umgestürzter Baum oder ein abgebrochen Zweig kann so ein ganzes Viertel lahmlegen.

«Es ist unglaublich», ärgert sich eine Frau am Stadtrand von Washington. Aber die meisten Amerikaner nehmen es geduldig hin. Es könne Tage dauern, bis alle wieder mit Elektrizität versorgt seien, schrieb die «Washington Post».

Bei den Waldbränden in Colorado kamen bereits zwei Menschen ums Leben. Es handelt sich um die schwerste Feuerwalze in der Geschichte des Bundesstaates. 350 Häuser wurden zerstört.

US-Präsident Barack Obama sprach den Menschen am Freitag (Ortszeit) Mut zu. «Wenn Naturkatastrophen dieser Art zuschlagen, steht Amerika zusammen», sagte er in einem evakuierten Wohngebiet in Colorado Springs. Niedergebrannte Häuser und völlig ausgebrannte Autos säumten seinen Weg durch das Katastrophengebiet. «Die Zerstörung ist enorm», meinte Obama.

Bericht CNN

Bericht Washington Post

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