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Geld für Kuba-Reise

USA frieren 15.000 Euro von Dortmunder Jugendgruppe ein

NETTE Plötzlich war das ganze Ersparte weg: Mehr als 15.000 Euro hatten die Dortmunder Falken zusammengespart, um nach Kuba zu reisen. Doch auf dem Überweisungsweg verschwand das Geld, gestoppt von einer Aufsichtsbehörde in New York. Warum? Wir erklären die Hintergründe.

USA frieren 15.000 Euro von Dortmunder Jugendgruppe ein

Oldtimer in den Straßen von Kuba: Wegen eines Zahlungsverkehrsembargos der USA mit dem sozialistischen Staat sind 15.000 Euro der Dortmunder Falken auf dem Überweisungsweg gestoppt worden.

So fühlt sich also ein Embargo an: Während die Welt gerade mit Präsident Barack Obamas Besuch in Havanna ein neues Kapitel in der Annäherung zwischen den USA und Kuba feiert, spürt eine Dortmunder Gruppe die Realität zwischen beiden politischen Erzfeinden.

Eine lange geplante Reise von Jugendlichen der Dortmunder Falken nach Varadero wäre fast geplatzt, weil das Geld für die Reise in den USA eingefroren wurde.

Geld für die Reise mühsam gesammelt

15.120 Euro sind in New York von einer speziellen US-Aufsichtsbehörde auf dem Weg nach Kuba gestoppt worden. Erst am Freitagmorgen hatte Klaus Schlichting, Gruppenleiter der Falken im Stadtteil Nette, einen Anruf der Sparkasse bekommen, dass das in US-Dollar überwiesene Geld nicht bei der Organisation Amistur angekommen sei. Amistur pflegt den Austausch zwischen dem sozialistischen Inselstaat und Jugendgruppen in der ganzen Welt.

Die Falken hatten die Reise über die Cuba-Hilfe Dortmund organisiert und das Geld dafür in zahlreichen kleinen Aktionen mühsam gesammelt.

Zahlungen nach Kuba besser in Euro leisten

Jeannette Bludau, Sprecherin der Sparkasse Dortmund bestätigt: "Es gilt aktuell unverändert ein Zahlungsverkehrsembargo der USA gegen Kuba, das deutlich weiter geht als das der EU." So benötige der Auftraggeber für Zahlungen nach Kuba in US-Dollar eine besondere Genehmigung einer US-Behörde, die sogenannte OFAC-Lizenz (Office of Foreign Assets Control). "Wir empfehlen unseren Kunden daher, Zahlungen nach Kuba in Euro zu leisten", sagt Bludau.

Am Montag ist die 21-köpfige Reisegruppe trotzdem vom Flughafen Köln-Bonn abgehoben. "Die Kubaner wollten unbedingt, dass die Kinder trotzdem kommen", sagt Friedhelm Böcker von der Cuba-Hilfe Dortmund. Sie unterstützen dort ein kulturell-soziales Projekt für Kinder.

Spenden über "Pay Pal" schon vorher gestoppt

Die Cuba-Hilfe, die seit vielen Jahren auf private Initiative humanitäre Hilfe auf der verarmten Karibik-Insel leistet, hatte bereits mehrfach Probleme mit dem US-Embargo. So wurde die Zahlung von Spenden über das bargeldlose System "Pay Pal" deshalb gestoppt.

Eine zusätzliche Schwierigkeit: Das US-Social-Media-Unternehmen Facebook blockierte zudem laut Friedhelm Böcker eine bezahlte Werbeanzeige für einen Beitrag der Dortmunder Gruppe.

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