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USA machen Milliarden-Waffen-Geschäft mit Irak

Washington/Bagdad (dpa) Der Irak will nach Angaben des US- Verteidigungsministeriums von den USA Waffen für mehr als neun Milliarden Dollar (rund 5,8 Milliarden Euro) kaufen. Wie das Pentagon am Freitag (Ortszeit) in Washington mitteilte, wurde der US-Kongress über die Bestellung informiert.

USA machen Milliarden-Waffen-Geschäft mit Irak

Der Irak will von den USA Waffen für mehr als neun Milliarden Dollar (rund 5,8 Milliarden Euro) kaufen.

Auf der Wunschliste, die die Agentur für Verteidigungssicherheit und Zusammenarbeit (DSCA) in den vergangenen Tagen auf ihrer Internetseite veröffentlichte, stehen Panzer, leichte Panzerfahrzeuge, Raketen, Helikopter, Transportflugzeuge und Munition.

Darüber hinaus will das Pentagon dem Irak technische Hilfestellung bei der Errichtung von Kasernen und beim Ausbau der Infrastruktur für die irakischen Sicherheitskräfte im Wert von 1,6 Milliarden Dollar verkaufen. Damit würde das Gesamtgeschäft ein Volumen von mehr als zehn Milliarden Dollar umfassen. Beobachter gehen davon aus, dass Bagdad die Rechnung aus seinen steigenden Öleinnahmen begleichen wird. Die Ölexporte haben dank der verbesserten Sicherheitslage in den vergangenen Monaten wieder den Stand von vor der US-Invasion im März 2003 erreicht. Zugleich zogen die Weltmarktpreise für Rohöl seitdem deutlich an.

Irakische Sicherheitskräfte nahmen unterdessen bei einer US- unterstützten Offensive in der Provinz Dijala im Zentrum des Landes 200 gesuchte Terrorverdächtige und Aufständische fest. Auch große Mengen an Waffen und Munition konnten sichergestellt werden, sagte ein hochrangiger Vertreter des Innenministeriums am Samstag der irakischen Nachrichtenagentur Aswat al-Irak. Die Unruhe-Provinz gilt als eine der wenigen verbliebenen Hochburgen der sunnitischen Aufständischen und des irakischen Ablegers der El Kaida. Die jüngste Offensive hatte am Dienstag begonnen.

Das US-Militär im Irak hat nach eigenen Angaben in diesem Jahr bereits mehr als 10 000 Gefangene freigelassen. Die Entlassungen aus den US-Lagern Camp Cropper in Bagdad und Camp Bucca bei Basra seien «Teil eines Programms, Gefangene durch religiöse Betreuung und fachliche Bildungsangebote zu reintegrieren», hieß es in einer Stellungnahme des US-Militärs, die am Samstag in der irakischen Hauptstadt veröffentlicht wurde. Im gesamten Vorjahr seien 8900 Gefangene freigelassen worden. Insgesamt befänden sich noch 21 000 Insassen in den US-Gefangenenlagern im Irak. Die meisten von ihnen werden verdächtigt, an aufrührerischen Aktivitäten beteiligt gewesen zu sein.

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