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Üben, eine Mutter zu sein

Üben, eine Mutter zu sein

Mit Babypuppen können Jugendliche lernen, wie es ist, ein Kind zu haben. dpa Foto: picture alliance / dpa

Für junge Leute ist es schwierig, sich vorzustellen, wie es ist, eigene Kinder zu haben. Sechs Schülerinnen der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule konnten in dieser Woche üben, eine Mutter zu sein.

Dafür bekamen sie von ihrer Lehrerin Christine Märte Babypuppen, um die sie sich vier Tage lang rund um die Uhr kümmern mussten. Die Puppen waren jedoch keine normalen Spielzeuge. Durch ein eingebautes Programm weinten diese Puppen, wollten gefüttert und gewickelt werden. Abstellen konnten die Schülerinnen der zehnten Klasse die Puppen nicht. Wenn ein „Baby“ nachts weinte, mussten die Mädchen aufstehen und sich um das Kind kümmern. „Es war anstrengend“, erzählen die Schülerinnen, es habe ihnen aber auch viel Spaß gemacht. Schülerin Verona hat ihren „Sohn“ Jounas genannt und möchte ihn am liebsten gar nicht mehr abgeben.

Durch das Experiment sollen Schüler lernen, wie es ist, die Verantwortung für ein Baby zu tragen. Sie merken, dass es sehr schön, aber auch sehr anstrengend sein kann, Mutter zu sein.

Lehrerin Märte wünscht sich, dass sich auch Jungen für das Projekt interessieren. Bisher hatten nur wenige Schüler Lust, auszuprobieren, wie es ist, Vater zu sein.

Marie Ahlers

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