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Uhus markieren Revier mit Kot und Federn

Madrid (dpa) Uhus nutzen anscheinend ihren Kot und die Federn von Beutetieren dazu, das Revier um ihr Nest zu markieren. Darauf deuten Untersuchungen von Wissenschaftlern des staatlichen Forschungsinstitut CSIC in Südspanien hin.

Uhus markieren Revier mit Kot und Federn

Ein Uhu bewacht sein Nest mit Jungvögeln (Archiv).

Wie das Online-Journal «PLoS ONE» berichtete, markieren die Raubvögel die Umgebung ihres Nestes vor allem in der Zeit, in der die Weibchen brüten oder die Jungen einen besonderen Schutz benötigen.

«Ein solches Verhalten wurde bei Vögeln bislang weitgehend übersehen», sagte die Forscherin María del Mar Delgado. Die Markierung solle verhindern, dass es zu folgenschweren Kämpfen mit Eindringlingen kommt. Uhus sind monogame Vögel und reagieren in der Zeit, in der sie Junge haben, äußerst aggressiv auf Eindringlinge in ihrem Revier. Kämpfe mit Artgenossen enden nach Beobachtung der Wissenschaftler zuweilen sogar mit dem Tod eines der Kontrahenten.

Neben ihrem weißen Kot benutzen die Uhus zur Markierung ihres Territoriums helle und gut sichtbare Federn von Beutetieren. Um ihre Vermutung zu bestätigen, besprühten die Forscher Kot-Markierungen der Uhus mit Farbe und machten sie unsichtbar. «Die Uhus reagierten so schnell, dass sie bereits in der nächsten Nacht exakt an denselben Stellen wieder Kot ablegten und die Markierung erneuerten», berichteten die Wissenschaftler.

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