Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

Müllsammeln für Bier

Umstrittenes Sozialprojekt in Essen startet im Oktober

ESSEN Das umstrittene Sozialprojekt „Pick-Up“, bei dem Schwerstabhängige in Essen für das Müllsammeln auf öffentlichen Plätzen, Straßen oder in Parks unter anderem mit Bier entlohnt werden sollen, kann zum 1. Oktober starten.

Umstrittenes Sozialprojekt in Essen startet im Oktober

Das bestätigte die für das Projekt zuständige stellvertretende Geschäftsführerin der „Suchthilfe direkt Essen“, Bärbel Marrziniak, am Montag auf Anfrage.   Ursprünglich hatte „Pick-Up“ (auf Deutsch: etwas aufsammeln, jemanden abholen) bereits im Mai starten sollen. Nachdem der Beginn des Projekts wegen Bedenken aus der Politik mehrfach verschoben worden war, hatte Marrziniak Mitte Juni Zweifel daran geäußert, dass es „in diesem Jahr überhaupt noch an den Start geht“.

„Jetzt können wir aber loslegen“, sagte die Geschäftsführerin der Suchthilfe am Montag. Die politischen Lager in der Stadt seien sich nun einig, dass es das Projekt verdient habe, ausprobiert zu werden. Die Suchthilfe sei sich der damit einhergehenden großen Verantwortung für die betroffenen Menschen bewusst.  

Umstrittenes Projekt in Essen

Alkohol als Anreiz fürs Müllsammeln

Essen In Essen soll im Juni ein Programm starten bei dem Schwerstabhängige auf Plätzen, Straßen und in Parks Müll einsammeln und dafür unter anderem Bier bekommen. Das Projekt „Pick up“ – auf Deutsch: etwas aufsammeln, jemanden abholen – ist das bundesweit erste dieser Art und umstritten.mehr...

Da gerade die Urlaubszeit begonnen habe und man „bei so einem wichtigen Projekt“ nicht mit Vertretungen loslegen wolle, habe man sich nun für einen Start Anfang Oktober entschieden, so Bärbel Marrziniak.  

Ziel von „Pick-Up“ ist es nach Angaben der Suchthilfe, Schwerstabhängigen eine feste Tagesstruktur zu geben. Neben dem Alkohol sollen die Putzkolonnen für das Müllsammeln auch eine warme Mahlzeit, Vitamine und medizinische Betreuung bekommen. Pro Stunde und Teilnehmer soll es außerdem 1,25 Euro geben. Vorbild für das Projekt ist ein Modellversuch aus Amsterdam. Kritiker wie die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen stören sich am Prinzip „Arbeit gegen Alkohol“, die Obdachlosenhilfe Ruhrgebiet und Niederrhein hatte das Essener Pilotprojekt in einer Reaktion als „menschenverachtend“ bezeichnet. Bärbel Marrziniak betonte, dass das Bier nur ein Baustein des Konzepts sei.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Urteil naht

13 Jahre Haft gefordert: Camperin vergewaltigt?

BONN 156 Monate Freiheitsentzug – das fordert die Staatsanwaltschaft im Fall gegen einen 31-Jährigen. Dieser soll im April in der Nähe von Bonn eine junge Frau bedroht und vergewaltigt haben. Am Donnerstag soll das Urteil fallen. Der Angeklagte hat zum Vorfall eine völlig andere Sichtweise.mehr...

Freundin erwürgt

Lebenslange Haft für Münsterländer Schausteller

Münster Es klingt wie die Geschichte aus einem Kriminalroman. Ein Kirmes-Schausteller verliebt sich in eine Besucherin. Dann bestiehlt er sie und bringt sie schließlich um. Unfassbar: Erst im Krankenhaus starb das Opfer. Zwischen der Tat und dem Tod beklaute der Schausteller aus Recke im Kreis Steinfurt seine Freundin erneut. Da kam das Urteil nun wenig überraschend.mehr...

Rockerclub verboten

Razzia bei den Hells-Angels: Keine Festnahmen

DÜSSELDORF Das NRW-Innenministerium hat am Mittwochmorgen das Hells Angels Chapter in Erkrath sowie deren Unterstützerorganisation Clan 81 Germany verboten. Bei mehreren Razzien in 16 Städten in NRW beschlagnahmten Polizisten daraufhin Motorräder, Waffen und Bargeld.mehr...

Überblick mit Fotos

Bilder des Tages: Rot gefärbte Hunde beißen nicht

Deutschland Emotional, spannend, lustig. Jeden Tag fangen Fotografen auf der ganzen Welt spannende Momente mit ihrer Kamera ein. Wir stellen hier unsere Lieblingsbilder vor und erzählen die Geschichte dazu.mehr...

Jamaika-Koalition

Union und FDP optimistisch nach erstem Treffen

BERLIN Nach dem ersten Treffen zwischen Union und FDP schauen beide Parteien optimistisch auf die kommenden Sondierungsgespräche. CDU-Generalsekretär Peter Tauber äußerte sich zuversichtlich über die Zukunft einer möglichen Jamaika-Koalition.mehr...

Erste Neuaufstellung bundesweit

AfD-Fraktion in Iserlohn ist jetzt "Blaue Fraktion"

ISERLOHN. Die AfD hat sich im Iserlohner Rat als „Blaue Fraktion“ nach dem Leitbild von Frauke Petrys „Blauer Partei“ neu aufgestellt. Dem Weg von Alexander Gauland und Co. will sie nicht folgen. Sie hat ganz eigene Ideen, wie die Politik innerhalb der Fraktion in Zukunft gemacht werden soll.mehr...