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Energiewende

Umweltbundesamt: Keine neuen Kohlekraftwerke nötig

Berlin Das Umweltbundesamt (UBA) sieht nach einer Analyse des deutschen Kraftwerksparks keinen Bedarf für neue Kohlekraftwerke. Auch nach dem Atomausstieg sei das nicht notwendig, sagte Präsident Jochen Flasbarth. "Die jetzt bereits im Bau befindlichen Anlagen reichen aus." Auch Stromausfälle als Folge der Energiewende seien nicht zu erwarten.

Umweltbundesamt: Keine neuen Kohlekraftwerke nötig

Die Kühltürme des RWE-Kohlekraftwerkes Westfalen: Kaum jemand will Kohlekraftwerke in der Nachbarschaft. Foto: Oliver Berg

Der Zuwachs erneuerbarer Energien, mehr Stromeinsparungen sowie die bereits im Bau befindlichen fossilen Kraftwerke könnten die wegfallenden Kapazitäten der deutschen Atomkraftwerke auffangen.

Neue Kraftwerke ersetzen alte Zwar würden in den kommenden drei Jahren voraussichtlich rund 6,6 Gigawatt der bestehenden fossilen Kraftwerke stillgelegt. Im gleichen Zeitraum würden jedoch Kraftwerke, die bereits im Bau sind, mit einer Leistung von 12,5 Gigawatt in Betrieb genommen. Ein Bedarf an neuen fossilen Kraftwerken besteht nach UBA-Berechnungen erst gegen Ende des Jahrzehnts. Aus der Kapazitätsbilanz bis zum Jahr 2022 ergebe sich bis zur Stilllegung aller Kernkraftwerke ein weiterer Bedarf von rund 8 Gigawatt. Um die letzten AKW rechtzeitig ersetzen zu können, sollten diese Kraftwerke bis Ende 2020 fertiggestellt sein.

Neue fossile Kapazitäten sollten unter den Aspekten des Klimaschutzes und der Flexibilität als Gaskraftwerke realisiert werden, sagte Flasbarth. Um bis zu 3 Gigawatt gesenkt werden könne der Bedarf an neuen Kraftwerken, falls es eine intelligente Abstimmung auf die Produktion von Wind- und Solarenergie gebe.

Verringern ließe sich der Bedarf zudem, wenn der Stromverbrauch, wie von der Regierung angestrebt, wirklich um 10 Prozent sinken würde. «Um zusätzliche Sicherheit in den Strommarkt zu bringen, könnte ich mir den Aufbau einer sogenannten Strategischen Reserve als eine sinnvolle Versicherung für zukünftige Herausforderungen vorstellen.»

Schleppender Netzausbau Die unklare Situation bei Investitionen in neue Kraftwerke ist neben dem schleppenden Netzausbau ein Haupthemmnis bei der Umsetzung der Energiewende. Denn es ist unklar, ob sich die Ausgaben rechnen, da bei immer mehr Wind- und Solarenergie ausreichende Betriebsstunden nicht garantiert werden können. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) macht sich neben Gas- auch für neue Kohlekraftwerke stark, die aus Klimaschutzgründen aber stark umstritten sind. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace fordert ein Kohleausstiegsgesetz und eine Konzentration auf erneuerbare Energien und Gaskraftwerke.

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