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Umwelthilfe: „Skandal“ um unwirksame Diesel-Filter

BERLIN Zehntausende Autos in Deutschland sind mit unwirksamen Rußpartikelfiltern nachgerüstet worden.

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Zehntausende Autos in Deutschland sind mit unwirksamen Rußpartikelfiltern ausgerüstet.

Ein Mechaniker baut einen Rußpartikel-Filter unter einen PKW.

Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) hat mindestens drei Herstellern die Betriebsgenehmigung für die Diesel-Filter entzogen, wie am Donnerstag aus Regierungskreisen verlautete. Davon betroffen seien inzwischen die Halter von etwa 40000 Autos, in die die unzureichenden Filter bereits eingebaut wurden. Bei einem der drei Unternehmen - dem Gladbecker Rußfilter-Hersteller GAT - ermittelt sogar die Staatsanwaltschaft wegen Betrugsverdachts. Zuständig für das KBA ist das Bundesverkehrsministeriums.

60000 Autohalter betroffen?

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) sprach von einem Skandal und nannte sogar die Zahl von 60000 betroffenen Autohaltern. Das KBA habe sämtliche Betriebserlaubnisse unwirksamer Filter der Hersteller GAT, Tenneco/Walker und Bosal gelöscht. Zudem seien Partikelfilter von Ernst-Apparatebau sowie Original-Nachrüstfilter von Jaguar und Landrover betroffen. In Werkstätten der Ketten Pit-Stop und Vergölst würden die „Betrugsfilter“ weiter angeboten.

Vorwurf der Vertuschung

Der Bundesregierung machte die Umwelthilfe den Vorwurf der Vertuschung. Das Verwaltungsgericht Dessau werde an diesem Freitag über eine „Untätigkeitsklage“ der Umweltorganisation entscheiden. Das Umweltbundesamt halte „auf Weisung des Bundesumweltministeriums“ wichtige Information weiterhin unter Verschluss, sagte DUH- Hauptgeschäftsführer Jürgen Resch.

"Bürgern endlich reinen Wein einschenken"

„Ein Jahr Schweigen ist genug“, so der Umweltmanager. „Wir fordern die zuständigen Bundesminister Wolfgang Tiefensee und Sigmar Gabriel (beide SPD) auf, den Bundesbürgern endlich reinen Wein einzuschenken. (...) Wesentlicher Hintergrund für den Partikelfilterskandal sind schwerwiegende Mängel bei den Zulassungsbestimmungen für Partikelminderungssysteme.“ Der Einbau der Filter wird zur Verringerung der Feinstaubbelastung staatlich gefördert.

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