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Karl-May-Festspiele

Und wieder ist die Premiere gut ausgegangen

Lennestadt Handfeste Schlägereien, lautstarke Explosionen und ein tosender Wasserfall - im Sauerland wird seit Samstag „Der Schatz im Silbersee“ gehoben. Mehr als 3500 Gäste sahen bei den Karl-May-Festspielen eine gelungene Premiere.

Und wieder ist die Premiere gut ausgegangen

Jean-Marc Birkholz (r.) als Winnetou und Kai Noll als Old Shatterhand reiten über die fast 100 Meter lange Naturbühne.

Minutenlang jubelt das Publikum den fast 60 Akteuren auf der Bühne zu. Kurz zuvor war bei der Premiere der Karl-May-Festspiele im sauerländischen Elspe ein nachgebauter Raddampfer mit gewaltigen Feuerbällen mehrerer Explosionen auf der Bühne versunken.

Fast 100 Meter lange Bühne

3500 Zuschauer sahen eine kurzweilige Inszenierung des Karl-May-Stücks "Der Schatz im Silbersee" um den edlen Apachen-Häuptling Winnetou und seinen Blutsbruder Old Shatterhand.

Premiere bei Karl-May-Festspielen in Lennestadt

Indianer-Darsteller reiten bei der Premiere in Lennestadt an einem explodierenden Schiff vorbei.
Jean-Marc Birkholz (l.) als Winnetou und Kai Noll als Old Shatterhand schießen während der Präsentation der neuen Inszenierung von Karl Mays "Der Schatz im Silbersee".
Jean-Marc Birkholz (r.) als Winnetou und Moritz Bürkner als Ovuts Avath kämpfen auf der Naturbühne in Lennestadt.
Kai Noll als Old Shatterhand posiert am 18.06.2015 auf der Naturbühne in Lennestadt-Elspe (Nordrhein-Westfalen) während der Präsentation der neuen Inszenierung von Karl Mays «Der Schatz im Silbersee». Das Stück feiert am 20. Juni 2015 im Rahmen der jährlichen Karl-May-Festspiele Premiere. Foto: Ina Fassbender/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Jean-Marc Birkholz (l.) als Winnetou und Moritz Bürkner als Ovuts Avath posieren während der Premiere auf der Bühne.
Jean-Marc Birkholz als Winnetou posiert am 18.06.2015 auf der Naturbühne in Lennestadt-Elspe (Nordrhein-Westfalen) während der Präsentation der neuen Inszenierung von Karl Mays «Der Schatz im Silbersee». Das Stück feiert am 20. Juni 2015 im Rahmen der jährlichen Karl-May-Festspiele Premiere. Foto: Ina Fassbender/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Jean-Marc Birkholz (r.) als Winnetou und Kai Noll als Old Shatterhand reiten über die fast 100 Meter lange Naturbühne.

"Ist ja wieder gut ausgegangen", sagt ein Stammgast lachend. Der immer wiederkehrende Kampf des Guten gegen das Böse wird in einer aufwendigen Inszenierung gezeigt - mit 40 Pferden, handfesten Keilereien, Stunts und dem Geier "Cochise", der als Vorbote der Gefahr zweimal über die fast 100 Meter lange Bühne schwebt.

"Das ist ja wie im Kino", kommentiert eine Zuschauerin und zeigt auf die raschelnden Popcorn-Tüten ihrer Nachbarn. Die zweistündige Aufführung bietet neben Action und Explosionen auch Dramatik, Slapstick und eine Liebesgeschichte.

Zwischen Witz und Nervenkitzel

Viel Applaus gab es für die Hauptdarsteller Jean-Marc Birkholz als Winnetou und Kai Noll als Old Shatterhand. Gegenspieler und Bösewicht Rolf Schauerte hingegen wurde mit lauten Buh-Rufen für seine Leistung belohnt. "Mein Enkel Jannis fand das nicht gut, dass die Bösen ausgebuht wurden. Er fand die Banditen am besten", sagt Margot Schmalz aus Fröndenberg, die mit drei Generationen einen Familienausflug zur Elspe-Premiere unternommen hat. "Es hat uns allen sehr gut gefallen."

Wie in den Vorjahren setzt Regisseur Jochen Bludau auf eine Mischung aus Action, pyrotechnischen Effekten und Schauspiel. Da wird eine Postkutsche gesprengt - nachdem sich unter den Lachern des Publikums fast ein Dutzend Fahrgäste aus der kleinen Kabine gequetscht haben.

Noch 52 weitere Shows in Elspe

Kurz darauf werden Siedler und Indianer von den Gangstern erschossen, die auf der Jagd nach dem Schatz im Silbersee sind. Der sei von den Vorfahren der Indianer dort versteckt worden, weil er ihnen kein Glück brachte, erzählt ein junger Indianer. Und wer sich am Erbe seiner Vorfahren vergreifen wolle, habe nichts anderes verdient, als von den Fluten des Silbersees verschlungen zu werden.

Mithilfe Winnetous kommt es natürlich genau so und am Ende werden feindliche Indianer und Weiße miteinander versöhnt. Und nach dem eindrucksvollen Showdown fragt Old Shatterhand: "Reiten wir?" Und das tun sie in Elspe bis zum 6. September noch 52 Mal. 

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