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Uneinsichtig zugeparkt

APLERBECK Stell dir vor, es herrscht absolutes Halteverbot und keinen interessiert's. So stellt sich zumindest im Moment die Situation im neu gestalteten Ortskern von Aplerbeck dar.

von Jörg Bauerfeld

, 28.12.2007

Wie Kraut und Rüben parken die Fahrzeuge durcheinander. Rücksichtnahme ist hier ein Fremdwort - das Parken auf dem Gehweg ist in. Kaum sind die Bagger verschwunden, die Baustelle lichtet sich und der schöne breite Gehweg lädt zum Bummeln und Flanieren ein, wird die großzügige Fläche sofort genutzt, um das Auto schnell einmal abzustellen und ein paar Einkäufe zu erledigen.

Dabei ist in weiten Teilen zwischen dem Marktplatz und der Ruinenstraße das Parken nicht gestattet. "Sieben Parkplätze sind hier von der Verwaltung vorgesehen", sagt Henning Müller-Späth, Fraktionsvorsitzender der Bürgerliste in der Bezirksvertretung Aplerbeck. Und das auch nur aufgrund eines Kompromisses zwischen den Geschäftsleuten und der Bezirksvertretung.

"Es gibt in Aplerbeck reichlich Parkplätze. Es ist überhaupt nicht einzusehen, warum die Autofahrer aus reiner Bequemlichkeit auf dem Gehweg parken", so Müller-Späth. "Wir hatten eigentlich auf die Einsicht der Autofahrer gesetzt." Daraus wurde nichts, und so sah sich die Bezirksvertretung gezwungen, die Verwaltung einzuschalten. Die rückte aus und verteilte etwa ein Dutzend blaurote Halteverbotsschilder. Nur gefruchtet hat die Aktion nicht im Geringsten - das Ordnungsamt scheint die Köln-Berliner-Straße nicht auf der Rechnung zu haben.

"Jetzt müssen wir uns dringend etwas überlegen". Eine Möglichkeit wäre, Absperrbügel zu errichten. Das würde, so Müller-Späth, aber das schöne neue luftige Gesamtbild des Ortskerns zerstören.

Wie dreist die Fahrzeugführer vorgehen, verdeutlicht die aggressive Antwort eines Autofahrers auf die Frage, ob ihm denn bewusst sei, dass er sein Fahrzeug im absoluten Halteverbot parke. "Ja klar, was wollen Sie eigentlich? Rufen sie doch die Polizei."