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Unentschieden für Gladbach und Hoffenheim zu wenig

Hoffenheim. Gladbach rettet nach dreimaligem Rückstand gegen Hoffenheim noch einen Punkt. Borussia-Coach Hecking lobt die Moral seiner Notelf und freut sich auf die Länderspielpause. Für beide Teams ist das Remis im Kampf um Europa aber eigentlich zu wenig.

Unentschieden für Gladbach und Hoffenheim zu wenig

Gladbachs Mickael Cuisance (l) und Hoffenheims Florian Grillitsch kämpfen um den Ball. Dreimal hat Gladbach einen Rückstand wettgemacht. Foto: Marius Becker

Freier Fall gestoppt, Torflaute beendet, doch Dieter Hecking sehnte die Länderspielpause herbei. „Heute sind schon drei Jungs zurückgekehrt. Ich hoffe, danach kommen noch einige“, sagte der Trainer von Borussia Mönchengladbach nach dem turbulenten 3:3 (1:1) gegen 1899 Hoffenheim.

Die brisante Personallage mit bis zu einem Dutzend Ausfällen und der damit einhergehende Absturz in der Tabelle waren zuletzt die vorherrschenden Themen beim Fußball-Bundesligisten vom Niederrhein. „Wir haben viel über Verletzungen sprechen müssen. Das ist immer undankbar, weil es als Alibi gesehen werden kann“, erklärte Hecking.

Immerhin zeichnet sich ab, dass nach Oscar Wendt sowie den eingewechselten Raffael und Fabian Johnson in 14 Tagen weitere Rekonvaleszente zurückkehren. Dafür fällt vorerst Raúl Bobadilla aus. Der 30 Jahre alte Stürmer erlitt einen kleinen Muskelfaserriss im Oberschenkel, wie der Club mitteilte.

Gegen den Tabellen-Siebten mobilisierte der Rest nochmals die letzten Kräfte und überzeugte durch Moral und Leidenschaft. Selbst ein dreimaliger Rückstand warf die Borussia nicht um. Benjamin Hübner (13.), Andrej Kramaric (58./Foulelfmeter) und Florian Grillitsch (73.) schossen die TSG jeweils in Front, doch Josip Drmic (33.), Lars Stindl (72.) und Matthias Ginter (90.) retteten zumindest einen Zähler.

1899-Trainer Julian Nagelsmann war trotz des kuriosen Auf- und Abs am Ende nicht einmal unzufrieden, auch wenn das Remis im Kampf um die Europapokalplätze ein kleiner Rückschlag war. „Wenn man auswärts drei Tore erzielt, sollte das eigentlich zu einem Sieg reichen. Aber Gladbach hat uns das Leben sehr schwer gemacht und nie aufgesteckt. Ich kann mit dem Punkt leben“, bilanzierte Nagelsmann.

„Wir haben unheimlich viel investiert. Es tut uns natürlich sehr gut, wenn man dreimal im Spiel zurückkommt. Jetzt hoffen wir, dass wir bald wieder mehr Alternativen haben“, sagte Nationalspieler Stindl, der seine Torflaute nach 1416 Minuten beendete und erleichtert war. Drmic, der schon nach 20 Minuten den wegen einer Oberschenkelblessur ausgeschiedenen Raul Bobadilla ersetzte, hatte zuletzt sogar vor mehr als zwei Jahren noch im HSV-Trikot getroffen. „Josip hatte mit der Nominierung für die Schweizer Nationalmannschaft ja schon vorher sein Glücksgefühl. Ich hoffe, er nimmt es mit in die nächsten Spiele“, sagte Hecking.

Ein Sonderlob bekam auch Stindl, der wie Teamkollege Ginter am Freitag von Joachim Löw für das anstehende Länderspiel-Doppelpack gegen Spanien und Brasilien nominiert worden war. „Lars hat sich für seine gute Leistung belohnt. Er opfert sich auf für die Mannschaft“, sagte Max Eberl über den nimmermüden Kapitän.

Für den Sportdirektor war es „nach der Geschichte des Spiels“ ein „gewonnener Punkt“. Selbst wenn der Rückstand auf die internationalen Plätze nicht verkürzt werden konnte, meinte Eberl: „Das gibt uns ein gutes Gefühl. Ich möchte die Saison nicht absingen. Wir haben nach der Länderspielpause noch sieben Spiele und wollen möglichst viele Punkte holen. Dann werden wir sehen, wozu es am Ende reicht.“

Dass Eberls Nerven angesichts der miserablen Ausbeute von nur acht Punkten aus zehn Rückrundenpartien blank liegen, zeigte ein Scharmützel mit Nagelsmann an der Seitenlinie. Nach der Partie entschuldigte sich der Gladbacher beim Hoffenheim-Coach. Eberl hatte ihm mit einer unschönen Geste Hochnäsigkeit vorgeworfen und ihn zudem beleidigt. „Ich war sehr emotional und habe etwas gesagt, was sich nicht gehört“, räumte Eberl ein. Nagelsmann zeigte Größe und nahm die Entschuldigung an: „Wir haben uns über ein Foul gestritten, aber es war nichts Dramatisches.“

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