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Unnas Eis-Initiative sieht Information als nicht erfüllt an

rnEissporthalle Unna

Ein technisches Gutachten zum Zustand der Königsborner Halle fehlt weiterhin. Das erklärt der Verein „Unna braucht Eis“ nach dem Versand von Unterlagen durch die WBU.

Unna

, 22.08.2018 / Lesedauer: 3 min

Zwischen der Bürgerinitiative „Unna braucht Eis“ und den Wirtschaftsbetrieben Unna (WBU) wird der Ton wieder schärfer. Auslöser dafür ist auch die jüngste Stellungnahme vom WBU-Aufsichtsratsvorsitzenden Frank-Holger Weber. Er hatte erklärt, dass die WBU dem Auskunftsersuchen der Bürgerinitiative nachgekommen sei, die Aktivisten eine entsprechende Sendung aber gar nicht von der Post abgeholt hätten. Die Initiative wertet dies als Versuch der Diskreditierung – und antwortet mit weiteren Vorwürfen.

Es sei zwar richtig, dass die WBU auf die Anfrage der Bürgerinitiative geantwortet habe, allerdings unvollständig. Ein technisches Gutachten, das den Zustand der Eishalle im Jahr 2014 dokumentieren würde, sei nicht im Paket gewesen. Dies komme allerdings wenig überraschend, so die Bürgerinitiative. „Immerhin hatte Karl-Gustav Mölle in einem persönlichen Gespräch mit der Bürgerinitiative bereits sehr deutlich gemacht, dass er das Gutachten aus 2014 nicht herausgeben wollte“, heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme von „Unna braucht Eis“.

Die Initiative scheint verstimmt zu sein über Webers Hinweis darauf, dass die Sendung der WBU zunächst mehrere Tage nicht bei der Post abgeholt worden ist. Nach der Zustellung am vergangenen Mittwoch sei das Einschreiben mit Rückschein tatsächlich erst am Montag abgeholt worden. „Das ist natürlich ein Skandal“, antwortet die Initiative mit ironischem Ton auf die Stellungnahme Webers – zumal in der Hauptferienzeit. Allerdings habe die Initiative ohnehin um Zusendung auf digitalem Wege gebeten, und zwar mit Anträgen vor über zwei Monaten. Die WBU habe die lange Bearbeitungszeit auch damit begründet, dass die Unterlagen auch auf personenbezogene Daten der Pächter geprüft werden müssten. Am Ende seien „sage und schreibe elf (!) Worte beziehungsweise Zahlen geschwärzt“ worden, so die Initiative.

Abgesehen von der atmosphärischen Verstimmung zwischen „Unna braucht Eis“ und der WBU steht der Vorwurf im Raum, dass noch immer Unterlagen zurückgehalten würden. Die WBU jedoch stritt dies gestern ab: Die Initiative habe sämtliche Unterlagen erhalten. Es sei nicht klar, was mit einem Gutachten aus dem Jahr 2014 überhaupt gemeint sei.

In der Saisonpause der Halle war in der Kühlanlage ein Defekt aufgetreten, den die WBU als irreparabel beschreibt. Ein gemeinsamer Ortstermin von WBU und Bürgerinitiative hat diese Einschätzung bestätigt. Der Einbau einer neuen Anlage würde nach Information der Stadt 800.000 Euro kosten. WBU und Pächter lösten daher ihren Vertrag auf.

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