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Unterrichts-Ausfall

10.07.2018
Unterrichts-Ausfall

Keiner da: Wenn der Unterricht ausfällt, wird das künftig aufgeschrieben.dpa © picture alliance / dpa

Genaue Statistiken darüber, an welcher Schule wie viel Unterricht ausfällt, gibt es bisher nicht. Das soll sich ändern. Deshalb hat die Landesregierung beschlossen: Ab dem kommenden Schuljahr müssen alle Schulen im Bundesland festhalten, wann wie viel Unterricht ausgefallen ist. An dieser Entscheidung gibt es allerdings viel Kritik.

Zum Beispiel von Schulleiter Hermann-Josef Wittmann von de Realschule Altlünen. Den Ausfall nachzuhalten sei „eigentlich vertane Zeit“, meint er. Denn die neue Regelung bedeute „erhebliche Mehrarbeit“. Um etwas gegen den Unterrichtsausfall unternehmen zu können, „bräuchte man mehr Lehrerstellen“, sagt Wittmann.

Schulleiter-Kollege Christian Gröne (Geschwister-Scholl-Gesamtschule) sieht das ähnlich. Für die Dokumentation gibt es zwar eine Entlastungsstunde. Aber stattdessen könnte er besser einen weiteren Lehrer an der Schule gebrauchen. Noch sei aber nicht klar, was aus der Dokumentation des Unterrichts folgt. Auch die Lehrergewerkschaften lehnen die neue Regelung ab. „Dadurch wird keine Stunde mehr Unterricht erteilt“, sagt Volker Maibaum, Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Beate Rottgardt und Marc Fröhling

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