Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Unwetter: Blitze, Flammen, Ziegelregen richten Schäden an

Gondelsheim/Koblenz/Wien (dpa) Schwere Unwetter mit Blitzen und Windhosen haben in vielen Teilen Deutschlands teils beträchtlichen Schaden verursacht. Noch schlimmer war es in Österreich: Dort lösten die Behörden örtlich Katastrophenalarm aus.

Unwetter: Blitze, Flammen, Ziegelregen richten Schäden an

Auf der Tauernautobahn in Salzburg wurde ein Auto von einer Schlammlawine verschüttet, der Fahrer wurde schwer verletzt. Foto: Franz Neumayr

Im baden-württembergischen Gondelsheim bei Karlsruhe gingen nach einem heftigen Gewitter mehrere Lagerhallen in Flammen auf. Tierfutter eines Futtermittelherstellers fing tonnenweise Feuer. Die Löscharbeiten der 200 Rettungskräfte dauerten bis zum Freitagvormittag an. Dabei entstand ein Schaden von 2,5 Millionen Euro. Am Freitagmittag bestätigte die Polizei den Verdacht, dass ein Blitz das Feuer ausgelöst hatte.

In Neuwied im Norden von Rheinland-Pfalz riss eine Windhose Dachziegel von den Häusern. Insgesamt drei Autos wurden beschädigt. Den Schaden beziffert die Polizei auf rund 100 000 Euro. In Koblenz und Weserburg stürzten Bäume auf Bundes- und Landstraßen, zu schweren Verkehrsunfällen kam es aber nicht.

Am Bodensee hinterließ das Unwetter zerstörte Marktbuden und umgestürzte Bäume. An der Uferpromenade in Friedrichshafen verwüstete eine Windhose mehrere Verkaufshäuschen des Internationalen Stadtfestes. In Ellwangen wurde eine Frau leicht verletzt, als eine Sturmböe vor dem Gewitter einen Sonnenschirm umwarf. In mehreren Städten liefen die Abwassersysteme wegen der großen Regenmassen über.

Besonders wurde Österreich von den Unwetter getroffen. Dort kam es zu Überschwemmungen und Murenabgängen. In der Steiermark wurde Katastrophenalarm ausgerufen, ganze Ortsteile wurden evakuiert. Die Wassermassen rissen Autos mit sich, Stromleitungen waren unterbrochen. Auf der Tauernautobahn in Salzburg wurde ein Auto von einer Schlammlawine verschüttet, der Fahrer wurde schwer verletzt, teilte die Nachrichtenagentur APA mit. Im Laufe des Tages entspannte sich die Situation - die Tauernautobahn blieb allerdings zum Teil gesperrt, da eine Schlammlawine die Fahrbahn auf einer Länge von etwa 200 Metern etwa eineinhalb Meter hoch verschüttet hatte.

Am stärksten war die Region um die Stadt Trieben in der Obersteiermark betroffen. Dort wurden Überschwemmungen und Dammbrüche befürchtet. Mehr als 300 Menschen mussten ihre Häuser verlassen und verbrachten die Nacht in einem Freizeitzentrum.

In Bulgarien gab es statt Unwettern Hitzealarm. Am Freitag kletterten die Temperaturen bis zu 38 Grad Celsius. So heiß war es dort seit Jahresbeginn nicht mehr. Die Behörden riefen die dritthöchste Alarmstufe Gelb aus, berichtete das Staatsradio in Sofia. Die Stadtgemeinde gab dort kostenlos Mineralwasser aus. Lastwagen durften nicht mehr fahren, damit sie die von der Hitze aufgeweichten Fahrbahnen nicht beschädigen.

THEMEN

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Unwetter

Fast 20 Tote nach Blizzard in den USA

WASHINGTON Bis zu einem Meter Neuschnee fiel in der Zeit von Samstag bis Sonntag in manchen Teilen der US-Ostküste. Über 200.000 Menschen saßen zeitweise im Dunkeln, mehr als 3000 Flüge wurden abgesagt. Der Schneesturm, der Samstag und Sonntag über den Osten der USA herzog, forderte mehr als ein Dutzend Tote.mehr...

Aussichten für kommende Tage

Juni war nicht der heißeste Monat in NRW

ESSEN Weltweit war der Juni 2015 nach Berechnungen der US-Klimabehörde NOAA zwar der heißeste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen - nicht jedoch in Nordrhein-Westfalen. Auch die nächsten Tage werden in keine Hitzerekorde aufgestellt. Am schönsten wird noch der Mittwoch.mehr...

Politik

Nachbarländer verärgert über Pkw-Maut

Berlin (dpa) Die geplante Pkw-Maut in Deutschland zielt auf Fahrer aus dem Ausland. Vor allem Österreich und die Niederlande kritisieren das scharf. Klagen lassen sie aber noch offen. Noch.mehr...

Politik

Fortschritte bei Bekämpfung von EU-Jugendarbeitslosigkeit

Nürnberg (dpa) Aus der Schule direkt in die Arbeitslosigkeit - in manchen EU-Ländern bleibt dieses Schicksal Jugendlichen nicht erspart. Mit einer Jugendgarantie wollen die EU-Länder das ändern. Bundesagentur-Chef Frank-Jürgen Weise verzeichnet dabei erste Fortschritte.mehr...

Politik

Mehrheit lehnt Einwanderung aus Nicht-EU-Ländern ab

Berlin (dpa) Deutschland geht es wirtschaftlich gut, auch deswegen wollen viele Ausländer einwandern. EU-Bürger sind laut einer Umfrage willkommen, die aus anderen Ländern weniger. Kritischer als andere Europäer sehen die Deutschen auch das Freihandelsabkommen TTIP.mehr...

Politik

Zwölf Tote bei Wintersturm in den USA

Chicago/Boston (dpa) Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche hat ein Wintersturm zu schweren Schneefällen im Mittleren Westen und im Nordosten der USA geführt. Die Unwetterfront «Linus» reichte von Chicago bis Boston.mehr...