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Fragen und Antworten

VRR: Streit um geplante neue S-Bahn-Taktung

NRW Beim Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) gibt es Planspiele für eine grundlegende Umstellung bei den S-Bahnen. Diese würden dann statt alle 20 Minuten teils alle 30, teils alle 15 Minuten fahren - je nach Strecke und Zeit. Städte und ÖPNV-Anbieter im Ruhrgebiet wollen das jetzt verhindern.

VRR: Streit um geplante neue S-Bahn-Taktung

Dortmund S-Bahn: Bald neue Taktungen?

Zu den Stoßzeiten sind viele S-Bahnen überfüllt, dazwischen und am späten Abend oft leer - das will der VRR, der die Bahnen betreibt, nun ändern. Statt einer einheitlichen 20-Minuten-Taktung soll es bald flexibel eine 15-minütige und eine 30-minütige geben - je nach Strecke und Uhrzeit. Damit werde die Kapazität in den Hauptverkehrszeiten um ein Drittel erhöht, erklärt VRR-Sprecher Johannes Bachteler.

Geplant ist die Umstellung für die Linien S1, S2, S3, S4, S5 und S9 ab dem Jahr 2019 - also vor allem Strecken im nördlichen Ruhrgebiet. Konkret für Dortmund sind folgende Änderungen vorgesehen: Die S-Bahn-Linie 2 soll von Hauptbahnhof über Dorstfeld, Mengede und Castrop-Rauxel bis Herne und die S 4 von Lütgendortmund nach Unna generell nur noch alle 30 Minuten fahren. Zur Hauptverkehrszeit zwischen 6 und 9 Uhr sowie von 15 bis 19 Uhr soll es zudem eine zusätzliche Linie S 24 geben, die dann zwischen Mengede und Unna-Königsborn fährt.

Anlass für die geplante Umstellung ist die Neuausschreibung für den Betrieb des S-Bahn-Netzes. Der Vertrag soll ab Dezember 2019 für 15 Jahren neu vergeben werden. Bereits im kommenden Jahr soll der Auftrag ausgeschrieben werden. 

Die bleiben bei der 20-minütigen Taktung. Im Rheinland etwa bleibt also auf jeden Fall alles beim alten - es könnte in Zukunft also zu Brüchen zwischen den verschiedenen Systemen kommen.

Nein, die Gremien des VRR debattieren gerade darüber - und haben auch die Meinungen der Städte sowie der lokalen und regionalen Anbieter von öffentlichem Nahverkehr abgefragt. 

Die sind meist nicht so begeistert. DSW21 in Dortmund, Bogestra in Bochum und die Vestische aus dem Kreis Recklinghausen sind z.B. dagegen. DSW21 und Bogestra haben das dem VRR auch schon mitgeteilt.

Die örtlichen Verkehrsunternehmen mit ihrem Angebot an Bussen und Stadt-Bahnen bekommen dadurch ein Problem: Sie müssen wohl die an den Takt orientierten Fahrpläne umstellen, um die Umsteigemöglichkeiten zu erhalten. Das könnte teuer werden, denn es müssten zusätzliche Busse angeschafft und betrieben werden. Die Dortmunder DSW21 rechnet dadurch mit Mehrkosten von 5,3 Millionen Euro.  Auch andere Konsequenzen passen den Kommunen nicht. Lütgendortmund sei dann etwa über die Schiene nur noch alle 30 Minuten zu erreichen, beklagt man in Dortmund. Und Umsteiger an dem dafür eigens eingerichteten Knotenpunkt in Dorstfeld, wo sich die Linien S 1, S 2 und S 4 treffen, hätten außerhalb der Hauptverkehrszeiten bis zu 20 Minuten Wartezeit hinzunehmen. Das Fazit aus Dortmund: „Mit der Umsetzung des 15-Minuten-Taktes bei der S-Bahn würde der Verbundgedanke, nämlich die Abstimmung der Angebote und die Optimierung der Anschlüsse zwischen den Systemen, im Dortmunder Raum ad absurdum geführt.“ Auch aus Bochum heißt es: "Die 20-Minuten-Taktung ist für die Kunden das beste System."

Die VRR ist darüber nicht glücklich und hätte das Thema gerne nur intern zwischen den eigenen Gremien und den Städten besprochen, aber im Dortmunder Rat wird das Thema am 2. Oktober öffentlich diskutiert.

. Die Folge: Der Druck auf den VRR dürfte wachsen, zu einem einvernehmlichen Plan zu finden und den Kommunen nicht vor den Kopf zu stoßen.

Vermutlich im Dezember dieses Jahres. „Maßgeblich für die Entscheidung sind dann die Gremien des VRR, in den Verkehrsunternehmen und Städte vertreten sind. Gegen deren Willen können wir nichts machen“, betont VRR-Sprecher Johannes Bachteler.

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