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Prozess um Abgasskandal

VW einigt sich mit Kläger auf Auto-Rückkauf

BOCHUM Deutschlands erster Prozess um den VW-Abgasskandal wäre klar zugunsten des Autokonzerns ausgegangen. Die "Schummelsoftware" sei zwar ein Mangel, signalisierte das Bochumer Landgericht. Der sei aber nicht groß genug. Autohaus und Kunde wollen sich nun einigen.

VW einigt sich mit Kläger auf Auto-Rückkauf

Anwalt Dietrich Messler wäre auch in die nächste Instanz gegangen - für den Fall, dass die Klage des VW-Fahrers abgewiesen worden wäre.

Das Gericht hat eindeutig klargemacht, dass der Einbau der Schummelsoftware nicht in Ordnung sei. "Ich komme zu dem Schluss, dass eindeutig ein Mangel vorliegt", sagte Richter Ingo Streek im Prozess. Der Mangel sei aber nicht groß genug, da der Kunde sein Fahrzeug ohne Einschränkungen nutzen könne. Außerdem lägen die Nachrüstungskosten laut VW unter einem Prozent des Kaufpreises. Damit würde die Erheblichkeitsgrenze nicht überschritten.

 Rückkauf zum marktüblichen Preis

Ein Urteil zugunsten des verklagten Bochumer Autohauses gab es trotzdem nicht. Völlig überraschend hat der Anwalt des Autohauses, Peter Lodde,  nun doch den Rückkauf des Fahrzeuges angeboten - zu einem marktüblichen Preis. Ein konkretes Angebot konnte allerdings nicht gemacht werden, weil der Geschäftsführer des Autohauses telefonisch nicht zu erreichen war.

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In den nächsten zwei Wochen soll jetzt außerhalb des Prozesses eine Einigung erzielt werden. Sollte es nicht dazu kommen, will das Gericht am 16. März ein Urteil verkünden. 

Auch in die nächste Instanz 

Wäre die Klage des VW-Fahrers - eines Universitätsprofessors aus Trier - tatsächlich abgewiesen worden, wäre sein Anwalt Dietrich Messler auf jeden Fall in die nächste Instanz gegangen. Der wirtschaftliche Schaden durch die Schummelsoftware sei in Wahrheit nämlich viel größer. "Der Wagen ist aktuell doch unverkäuflich", sagte er im Prozess.

 

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