Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

VW legt Zahlen für erstes Quartal vor

Wolfsburg. Volkswagen fährt beim Absatz von Rekord zu Rekord - jetzt stellt der Konzern seine Geschäftszahlen für die ersten drei Monate des Jahres vor. Gibt es auch hier einen Rekord?

VW legt Zahlen für erstes Quartal vor

Der neue VW-Chef Herbert Diess spricht in Wolfsburg. Foto: Hauke-Christian Dittrich

Nach dem überraschenden Wechsel auf der Position des Vorstandsvorsitzenden legt der Volkswagen-Konzern heute seine Geschäftszahlen für das erste Quartal vor.

Mit der Übernahme des Chefpostens durch VW-Markenchef Herbert Diess dürfte neben den Quartalszahlen auch die Vorstandsstrategie im Mittelpunkt stehen.

Diess will die Zukunftsthemen im Konzern selbst in die Hand nehmen, außerdem will er die Marken bündeln. Das bedeutet unter anderem, dass die Volumenmarken VW, Seat, Skoda und die leichten Nutzfahrzeuge unter seiner Regie gemeinsam gemanagt werden. Gleichzeitig ist Volkswagen mit einem Rekordabsatz im ersten Quartal stark unterwegs.

NordLB-Analyst Frank Schwope geht daher von einem Rekordumsatz in den ersten drei Monaten des Jahres aus - er rechnet mit einem Erlösanstieg um 4 bis 5 Prozent. Die verschiedenen Gewinngrößen dürften seiner Erwartung nach um 1 bis 4 Prozent höher ausfallen.

Im Schnitt erwarten Experten einen Umsatz von 58,2 Milliarden Euro, rund 3,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der operative Gewinn (Ebit) dürfte demnach ohne Sondereffekte um ein Prozent auf 4,4 Milliarden Euro gestiegen sein. Dies entspräche noch immer einer Marge, also dem Ebit-Anteil am Umsatz, von mehr als 7,5 Prozent. Unter dem Strich hatte der Konzern im ersten Quartal 2017 rund 3,4 Milliarden Euro verdient - die Erlöse kletterten damals auf 56,2 Milliarden Euro.

Auch die kommenden Quartale und das Gesamtjahr dürften stark ausfallen, wie Schwope erwartet. Allerdings müsse der Konzern die Kosten für Zukunftsthemen wie E-Mobilität und Digitalisierung schultern. Auch der Abgasskandal bedeute ein „Restrisiko“, insgesamt dürften die Kosten für die Folgen des millionenfachen Abgasbetrugs auf 30 bis 35 Milliarden Euro steigen. Bislang beträgt die Rechnung zur Bewältigung der Abgaskrise mehr als 25 Milliarden Euro.

Die VW-Führung geht bislang davon aus, dass die Nachfrage nach Neuwagen im laufenden Jahr langsamer steigt als zuvor. Die Auslieferungen sollen daher moderat wachsen. Beim Umsatz geht der Vorstand von einer Steigerung um 5 Prozent aus, auf Basis des Konzern-Ebits peilt er eine Rendite zwischen 6,5 und 7,5 Prozent an.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Wirtschaft

Experten: Tarifabschlüsse könnten Konjunktur Schwung bringen

Nürnberg. Mehr Impulse von innen statt durch Handel mit anderen Ländern - viele Experten setzen auf eine stärkere Nachfrage heimischer Verbraucher, um die Wirtschaft anzutreiben. Das könnte angesichts der jüngsten Tariferhöhungen gelingen. Aber die Weltwirtschaft bleibt ein Risiko.mehr...

Wirtschaft

Netzagentur: Werden Vodafone und Telekom gleich behandeln

Bonn. Klare Ansagen von Netzagentur-Chef Homann zum geplanten Deal zwischen Vodafone und Unitymedia: Die neue Rolle des dann gewachsenen Kabelnetzbetreibers will er genau unter die Lupe nehmen. Auch bei der Post hat der Regulierer genaue Vorstellungen.mehr...

Wirtschaft

Neue Abgastests: VW-Produktionsengpässe ab August erwartet

Wolfsburg. Wohl jeder weiß inzwischen: Der Verbrauch, den Autobauer für viele Modelle angeben, dürfte in der Realität oft kaum zu erreichen sein. Der neue Prüfzyklus WLTP soll nun realistischere Antworten liefern. Die Umstellung hat aber Folgen - für Mitarbeiter und Kunden.mehr...

Wirtschaft

Rekord bei Post-Beschwerden wahrscheinlich

Bonn. Zu langes Warten aufs ersehnte Paket, häufiges Klingeln beim Nachbarn: Im wachsenden Paketmarkt sind die Ansprüche an die Zustellung hoch - und oft passieren Fehler. Beschwerden nimmt die Bundesnetzagentur entgegen. Kunden machen davon reichlich Gebrauch.mehr...

Wirtschaft

IG BAU stimmt Schlichterspruch zu

Berlin. Die Gewerkschaft IG BAU hat dem Schlichterspruch zur Tariferhöhung für 800.000 Bauarbeiter in Deutschland zugestimmt. Der IG-BAU-Vorsitzende Robert Feiger forderte am Samstag zugleich die Arbeitgeber auf, „dass sie dem Kompromiss ebenfalls zustimmen“.mehr...

Wirtschaft

VW verhängt Fertigungsstopp für wichtige Diesel-Modelle

Wolfsburg. Volkswagen hat einen vorübergehenden Fertigungsstopp für wichtige Diesel-Modelle verhängt und will eine Fehlanzeige beheben. Wie der Konzern am Samstag bestätigte, muss ein Software-Update für den vielfach verbauten 2.0-TDI-Motor entwickelt werden.mehr...