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Veh zählt VfB zu UEFA-Cup-Anwärtern

Stuttgart (dpa) Die anhaltenden Diskussionen über möglichen Zündstoff innerhalb seiner neu zusammengestellten Mannschaft lassen Armin Veh mittlerweile beinahe explodieren.

Veh zählt VfB zu UEFA-Cup-Anwärtern

Stuttgarts Trainer Armin Veh feuert seine Mannschaft an.

«Ich kann diesen Blödsinn nicht mehr hören», ereiferte sich der Trainer des VfB Stuttgart. «Einerseits sagt man, dass es in der Bundesliga keine Typen mehr gibt und dass da so viele Mauerblümchen herumrennen. Und wenn man dann Typen hat, ist es auch nicht richtig.» Nach der problematischen Spielzeit, die auf den Gewinn der deutschen Fußball-Meisterschaft im Sommer 2007 folgte, sieht Veh seinen Kader gut gerüstet für die neue Saison. «Wir sind auf jeden Fall stärker als im letzten Jahr», sagte der 47-Jährige, der traditionell kein konkretes Saisonziel formuliert, in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Sollten die Schwaben ohne Verletzungspech bleiben, zählt der Tabellen-Sechste der Vorsaison für seinen Coach zu den Anwärtern auf einen UEFA-Cup-Platz. «Die Bayern sind Topfavorit und dahinter folgt meiner Ansicht nach eine Gruppe mit Schalke 04, Werder Bremen und auch dem VfL Wolfsburg», erklärte Veh mit Blick auf die am Wochenende beginnende Bundesliga-Saison. «Dann kommen Vereine wie der Hamburger SV, Bayer Leverkusen, Borussia Dortmund, Hannover 96 und wir.»

Neben einer reibungslosen Vorbereitung begründet Veh dies mit der Verstärkung durch Ex-Nationalkeeper Jens Lehmann, den Tschechen Jan Simak und den niederländischen Nationalverteidiger Khalid Boulahrouz. «Wir haben natürlich Spieler geholt, von denen ich glaube, dass sie uns verstärken.» Dass deren angeblich schwieriger Charakter fast so oft thematisiert wird wie deren sportliche Fähigkeiten, bringt den Coach des Jahres 2007 in Rage. «Dass es so dargestellt wird, als wenn ich lauter Pflegefälle hätte, also das ist an den Haaren herbei gezogen. Das ist langsam eine Frechheit meinen Spielern gegenüber.»

Merklich lieber spricht der VfB-Trainer über den Qualitätsgewinn, den das Trio zusammen mit dem aus Fürth gekommenen Mittelfeld-Mann Martin Lanig bringen soll. «Einer wie Boulahrouz mit seiner Zweikampfstärke und seiner Härte wird unserer Mannschaft gut tun», referierte Veh. «Und Simak hat große fußballerische Fähigkeiten und ist auch bei Standardsituationen unheimlich stark. Das ist etwas, das uns im letzten Jahr teilweise gefehlt hat.» Lehmann, für Veh «der beste Torwart, den es in Deutschland gibt», soll zugleich Rückhalt und Frontmann werden: «Er ist einer, der die Mannschaft führen kann.»

Dadurch, dass der 38-Jährige kürzlich bei seinem Abschied aus dem DFB-Team auch Gedanken an ein vollständiges Karriereende nach Ablauf des Einjahresvertrages aufkommen ließ, sieht Veh kein neues Torwart- Problem auf sich zukommen. «Erstens bin ich davon überzeugt, dass er die körperlichen Voraussetzungen hat, wenn er weiterspielen will. Und wenn er rechtzeitig erklären würde, dass er wirklich aufhören will, dann hätten wir genug Zeit zu reagieren. Aber das hoffe ich nicht.»

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