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Ver.di-Mitglieder billigen Tarifeinigung bei der Lufthansa

Frankfurt/Main/Berlin (dpa) Die erst nach Streiks erreichte Tarifeinigung für das Bodenpersonal der Lufthansa ist perfekt. Wie die Gewerkschaft ver.di in Berlin mitteilte, billigten 51 Prozent der Mitglieder in einer Urabstimmung den Anfang August mit dem Konzern ausgehandelten Abschluss.

Ver.di-Mitglieder billigen Tarifeinigung bei der Lufthansa

Ende des Streiks bei der Lufthansa-Werft in Hamburg (Archivfoto vom 1.8.2008): Die ver.di-Mitglieder haben jetzt den Tarifabschluss endgültig angenommen.

Nötig waren 25 Prozent. Demnach bekommen 50 000 Beschäftigte am Boden und in der Kabine rückwirkend zum 1. Juli 5,1 Prozent mehr Geld. Am 1. Juli 2009 folgt eine weitere Anhebung um 2,3 Prozent. Für die 14 000 Kabinenmitarbeiter steht dies jedoch noch unter dem Vorbehalt einer Einigung zwischen Lufthansa, ver.di und der konkurrierenden Flugbegleitergewerkschaft UFO.

Die Lufthansa begrüßte den «positiven Abschluss», wie ein Sprecher sagte. Die Auswirkungen der fünftägigen ver.di-Streiks sind demnach aber weiterhin zu spüren. Noch bis diesen Sonntag (17. August) fallen pro Tag acht Flüge aus, davon zwei Interkontinentalverbindungen.

Ver.di-Vorstand Erhard Ott betonte mit Blick auf die Urabstimmung, eine Mehrheit der Beschäftigten akzeptiere das Ergebnis. Es habe aber auch kritische Stimmen gegeben, die in die künftige Tarifpolitik einfließen sollten. Angesichts des wirtschaftlichen Höhenflugs der Lufthansa seien die Erwartungen sehr hoch gewesen. Ver.di war mit der Forderung nach 9,8 Prozent mehr Geld in die Verhandlungen gegangen.

Unabhängig davon steht die Lufthansa in Tarifkonflikten mit den Piloten. Bei der Tochter CityLine fordert die Pilotenvereinigung Cockpit höhere Gehälter und hat dafür schon mehrfach gestreikt. Im Lufthansa-Mutterkonzern fordert Cockpit eine eigenständige Personalvertretung für Piloten.

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