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Verdi-Vertreter gibt Entwarnung

BOCHUM Von Krisenstimmung keine Spur. Die Mitarbeiterinnen in den beiden Bochumer Sinn-Leffers-Filialen an der Kortumstraße sowie im Ruhrpark begegneten am Dienstag ihren Kundinnen und Kunden mit der gewohnten Ruhe und Höflichkeit.

von von Jens Lukas

, 05.08.2008
Verdi-Vertreter gibt Entwarnung

Die Sinn-Leffers-Filiale in Bochum.

Am Morgen meldeten die Presseagenturen unter Berufung auf Unternehmenskreise, dass die Hagener Bekleidungskette zahlungsunfähig sei. Otto Regener, der Geschäftsführer der Filialen an der Kortumstraße sowie an der Wittener Bahnhofstraße war am Dienstag für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Ähnlich lautete die Antwort aus dem Sinn-Leffers-Haus im Ruhrpark: Geschäftsführer Thomas Waltmann weilt den ganzen Tag bei einer Sitzung.

Ein Entwarnungszeichen kam aus Düsseldorf: Der Gewerkschaftsvertreter im Aufsichtsrat des Hagener Unternehmens übermittelte am Mittag an die verdi-Landeszentrale, dass Sinn-Leffers keine Insolvenz anmelden werde. Diese Nachricht wurde auch dem verdi-Bezirksbüro Bochum/Herne kommuniziert. "Deshalb leiten wir auch keine Maßnahmen für die Verkäuferinnen ein", betonte Erika Koczwara aus dem Sekretariat des Fachbereiches Handel.

Sollte sich die Meldung von der Zahlungsunfähigkeit dennoch bewahrheiten, wäre nach den Warenhäusern Wehmeyer Anfang Juli und Hertie in der vergangenen Woche somit innerhalb von einem Monat die dritte ehemalige Tochter von Karstadt/Quelle insolvent. Klärung könnte am Mittwoch eine Bilanzpressekonferenz bringen.