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Vereinsmitglieder bauen nach Feierabend neues Jugendheim

Mengede 08/20

Es gibt Väter, die bauen ihren Kindern einen Drachen. Manche sogar eine Seifenkiste. In Mengede bauen sechs Männer aus dem Sportverein Mengede 08/20 ihren und anderen Kindern ein ganzes Haus.

MENGEDE

von Von Matthias vom Büchel

, 01.06.2012

Ihre Kinder, das sind für sie aber nicht nur die eigenen, sondern alle Kinder und Jugendlichen des Sportvereins Mengede 08/20.

Nach Feierabend trifft man die Männer im Volksgarten. Stefan Kayser (43) ist Jugendgeschäftsführer. Der gelernte Schlosser hat selbst zwei Kinder. Karim Funhoff (44) betreut die zweite Mannschaft, hat einen Sohn und richtig Ahnung vom Bauen. Der Mann ist Polier. Ralf Hermanns (47), seit 25 Jahren dabei und aktiv bei den Alten Herren, ist Bodenleger. Sein Mannschaftskollege Andreas Piskorz (43) ist als Stahlbetonbauer ebenfalls unverzichtbar. Im Verein mischt er seit zwölf Jahren mit. Und dann packen noch Kfz-Elektriker und Co-Trainer Thomas Heickhoff (40) sowie Maurer und „Schiri“ Peter Schulz (45) mit an. Und zwar in jeder freien Minute.

 Die Erdarbeiten hat Anfang März noch eine Firma erledigt. Das Fundament haben die Sechs dann schon selbst gelegt. Inzwischen sind 500 Arbeitsstunden abgeleistet und der Rohbau am Rande des alten Aschenplatzes steht. Nach dem TBV-Wochenende, das am Freitag beginnt, soll das neue Jugend-Vereinsheim sein Dach bekommen. Dann folgt der Innenausbau. Also noch viel Arbeit, noch viele Stunden auf dem Bau.Gut gesichert gegen Einbrecher Für die sechs Männer, die ohnehin viel Zeit im Verein verbringen, ist das selbstverständlich. Erstaunlich ist, dass sie sich trotz ihres Engagements für die Jugend auch schon den ein oder anderen dummen Spruch Marke „Ich würde mir das nicht ans Bein binden“ anhören mussten. Stoppen kann sie das nicht.„Der alte Jugend-Container war doch furchtbar“, sagt Stefan Kayser. „Da hätten wir auch eine Pendeltür einbauen können. So oft wurde dort eingebrochen.“ Das soll beim neuen Jugend-Vereinsheim nicht funktionieren. Vergitterte Fenster, eine Alarmanlage und Überwachungs-Kameras sind geplant. „Das ist nötig. Im Volksgarten ist ja weit und breit kein Nachbar“, sagt Vorsitzender Michael Schulz.

 Im Herbst soll das rund 140.000 Euro teure Vereinsheim, das künftig am Rande des neuen Kunstrasenplatzes steht, offiziell eröffnet werden. Mit Kicker, Dartscheibe und allem drum und dran.  Wer dann wen putzt, wird sich zeigen. Wer als Ehrenamtler gewonnen hat, weiß der Verein schon jetzt. Denn da steht es ganz klar 6:0 für die Jungs von der Baustelle.  

Spender gesucht
Bauen ist teuer. Deshalb hoffen der Vereinsvorsitzende Michael Schulz und Geschäftsführer Josef Todt auf möglichst viele Spenden-Bausteine. Die gibt es schon ab 5 Euro. Natürlich kann die Spende auch höher ausfallen. Eine gute Gelegenheit, 08/20 zu unterstützen, besteht auf dem TBV-Wochenende, das am Freitag beginnt und bis Sonntag gefeiert wird.

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