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Möbelhaus in Unna

Verfahren wegen „Hitler-Tassen“ eingestellt

Dortmund/Unna Die von einem Möbelhaus unter anderem in Unna kurzzeitig verkauften Tassen mit einem Abbild Adolf Hitlers sind kein Fall mehr für die Justiz. Die Staatsanwaltschaft Dortmund hat ihre Ermittlungen gegen das Möbelhaus eingestellt. Doch Nazi-Symbole seien auf Kaffeetassen zuletzt häufiger zum Problem geworden.

Verfahren wegen „Hitler-Tassen“ eingestellt

Diese Tasse mit der Hitler-Briefmarke wurde in den Möbelhäusern verkauft.

Eine Sprecherin der der Dortmunder Staatsanwaltschaft sagte am Sonntag, die Ermittlungen seien eingestellt worden. Die Verantwortlichen hätten überhaupt nicht gewusst, dass das Konterfei des Diktators auf den Tassen war.

Das hatte uns der Eigentümer der Möbelhäuser schon im April erklärt, als der Fall publik geworden war. Ein Designer in China habe nicht gewusst, wessen Porträt er da für die Tassen verwende, sagte Christian Zurbrüggen: "Die wussten gar nicht, wer das ist. Wir müssen das jetzt ausbaden." Die Sache sei "fürchterlich und megapeinlich".

Designer kannte das Gesicht nicht

Kuriose Hitler-Tasse im Möbelhaus verkauft

Unna Eine Kaffeetasse mit dem Bild einer Rose und ein paar lyrischen Schriftzügen - die gibt es vermutlich in jedem Möbelhaus dieser Welt. Wenn sich unter das Motiv jedoch ein Foto von Adolf Hitler mischt, wird aus der Allerwelts-Tasse ein Kuriosum. Einem Möbelhaus ist genau das passiert - weil Hitler in China niemand erkannte.mehr...

Mehr dann aber auch nicht, wie die Staatsanwaltschaft Dortmund mit dem Schließen der Akte jetzt bestätigte. Zurbrüggen hatte die Tassen-Lieferung damals komplett zerstören lassen: "4825 Tassen haben wir mit dem Hammer zerschlagen. Und die, die uns zurückgebracht wurden, auch", so Zurbrüggen.

Insgesamt hatte das Möbelhaus in China 5000 Tassen im nostalgischen Look bestellt. Sie zeigten eine Zierschrift und eine Rose, dahinter dann aber leicht verdeckt eine schwarz-weiße Briefmarke mit dem Porträt Hitlers und einem Hakenkreuz-Poststempel. In vier Filialen, darunter in Unna, seien insgesamt 175 verkauft worden. Zurbrüggen hatte für deren Rückgabe einen Gutschein angeboten. Völlig unabhängig davon findet der Zoll immer häufiger Kaffeebecher mit deutlich erkennbaren verbotenen Nazi-Symbolen im Gepäck heimkehrender Urlauber. In diesen Fällen drohten Strafverfahren, warnte das Hauptzollamt Düsseldorf vor wenigen Tagen.

DÜSSELDORF Brisanter Fund am Düsseldorfer Flughafen: In den Koffern von mehreren Urlaubsheimkehrern von der Schwarzmeerküste hat der Zoll in den vergangenen Tagen zunehmend Kaffeebecher mit verbotenen Nazi-Symbolen gefunden.mehr...

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