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Verkehrsverbund stoppt nach „Chaos“ Zahlungen an die Bahn

AACHEN Der Aachener Verkehrsverbund AVV hat aus Protest gegen ein „Bahnchaos“ alle Zahlungen an die Bahn eingestellt. Der Zugverkehr in der Region Aachen sei bereits seit mehreren Monaten durch Betriebsstörungen, Baumaßnahmen und Streik „massiv beeinträchtigt“ worden, teilte der AVV mit. An diesem Dienstag sei es nun „zeitweilig fast zu zu einem völligen Stillstand des Bahnbetriebes“ gekommen.

Verkehrsverbund stoppt nach „Chaos“ Zahlungen an die Bahn

Keine einzige Verbindung zeigt diese Anzeigentafel an. Zumindest von einem "Chaos" bei den Fahrtzeiten spricht der Aachener Verkehrsverbund.

Ursache dafür sei die Umstellung auf ein neues elektronisches Stellwerk in Aachen gewesen. Der Zahlungsstopp solle solange aufrecht erhalten werden, bis wieder ein zuverlässiger Verkehr in der Region gewährleistet sei. Die Deutsche Bahn (DB) räumte Probleme ein und entschuldigte sich.

Kunden kündigen ihre Abos

„Die Kunden sind massiv verärgert, kündigen ihre Abos“, sagte der AVV-Geschäftsführer Hans Joachim Sistenich. Die Streikphase habe durch Ersatzverkehr noch einigermaßen verträglich geregelt werden können. „Nun aber dieses neue Stellwerk. Viele haben von Anfang an gesagt, dass man das nicht von heute auf morgen in Betrieb nehmen kann.“ Genau das sei aber versucht worden, was prompt zu einem Totalausfall geführt habe. „Diese Blauäugigkeit der DB ist für uns nicht nachvollziehbar“, sagte Sistenich. „Zeitweise fuhr da gar nichts mehr.“

Ausgleichszahlungen von der Bahn gefordert

Am Nachmittag habe sich die Lage dann gebessert. Sistenich verlangte von der Bahn Ausgleichszahlungen für AVV-Dauerkunden und die Rückerstattung des Preises für Reisende mit Einzelfahrscheinen. Falls der Verkehr am Mittwoch wieder laufen sollte, könne der Zahlungsboykott möglicherweise schon nach einem Tag beendet werden. Man werde die Sache beobachten: „Bis die Züge wieder im Regeltakt fahren, werden wir die die Zahlungen zurückhalten“, sagte Sistenich.

Bahnsprecher: Inbetriebnahme des neuen Stellwerks noch nicht rund

Ein Bahnsprecher sagte in Düsseldorf, die Inbetriebnahme des neuen Stellwerkes laufe „noch nicht rund“ und das sei „ärgerlich“. Dass die Kunden und der AVV verärgert seien, sei verständlich: „Da müssen wir uns auf die Brust klopfen. Das ist in den letzten Tagen nicht so gelaufen, wie es hätte laufen sollen, und das tut uns Leid.“ Zum Zahlungsstopp sagte der Sprecher, bei Fehlleistungen sei ein Verkehrsverbund grundsätzlich berechtigt, Gelder abzuziehen. Inwiefern der Zahlungsstopp des AVV darüber hinausgehe, müsse man noch prüfen.

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