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Verloren und doch gewonnen

BOCHUM Die Ruhr-Uni hat den Kampf um Titel Exzellenz.-Uni verloren. Und trotzdem gewonnen: Wir sind unglaublich dicht an der Spitzengruppe", zeigte sich Rektor Prof. Elmalr Weiler dennoch zufrieden inmitten von mehreren hundert Lehrenden und Studenten, die trotzdem feierten.

von Von Sabine Strohmann

, 19.10.2007
Verloren und doch gewonnen

Prof. Elmar Weiler, Rektor der Bochumer Ruhr-Uni.

Gegen 13.40 Uhr am Freitag zeigte das Fax  schwarz auf weiß, was bereits eine halbe Stunde vorher der Minister höchstpersönlich per Telefon dem RUB-Rektor mitgeteilt hatte. Bochum war knapp ausgeschieden, zusammen mit der Humboldt-Universität Berlin. Einzige NRW-Uni, die sich über den warmen Geldregen aus der Förderkasse der Exzellenzinitiative freuen kann, ist die RWTH Aachen.  "Wir freuen uns auch für die anderen", schickte Weiler Glückwünsche an die Technische Hochschule, mit der die RUB eine Kooperation verbindet.

Unter den besten Unis

"Wir können mit  Fug und Recht sagen, dass wir zu den besten Universitäten Deutschlands gehören", betonte der RUB-Rektor. Der Antrag der RUB in der Förderlinie „Zukunftskonzepte zum projektbezogenen Ausbau der universitären Spitzenforschung“ der Exzellenzinitiative und auch der Exzellenz-Cluster „Protein Networks“ kamen nicht zum Zuge. Die Ruhr-Universität wird ihr Zukunftskonzept des „Research Campus“ trotzdem weiter verfolgen. „Es wird länger dauern als mit den Mitteln der Exzellenzinitiative, aber wir werden unseren Weg weitergehen“, so Weiler.

Research Campus

 Die Ruhr-Universität will noch stärker als bisher Spitzenforschung leisten und verwandelt sich nach und nach in den „Research Campus RUB“. Die Forschung wird von starren Strukturen der Fakultäten befreit und in flexiblen, interdisziplinären Departments organisiert. Darin arbeiten Forscher, die aus unterschiedlichen Fakultäten stammen können, in einem Themenfeld.

Prof. Bernhard Stöckhert, Prorektor für Lehre, sieht einen kleinen Vorteil einer Nicht-Exzellenz: "Nun können wir unseren eigenen Weg ungezwungen weiter gehen." Und der führt vielleicht in einigen Jahren zu Ziel: In vier, fünf Jahren soll es wieder einen Wettbewerb geben. Bis dahin, so betont Weilert, wird das Gutachten ausgewertet und die darin aufgezeigten Schwächen ausgemerzt sein.